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Protest gegen Stellenabbau bei den Dresdner Philosophen

Protest gegen Stellenabbau bei den Dresdner Philosophen

Der geplante Stellenabbau bei den Philosophen der Technischen Universität Dresden löst Proteste aus. Nachdem das Institut für Philosophie in einem Offenen Brief die überproportional großen Einschnitte kritisiert hatte, legten am Donnerstag die Linken im Landtag nach.

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Die Technische Universität Dresden will an der Philosophischen Fakultät Stellen abbauen.

Quelle: Sandra Hohlfeld

Die Stellenstreichung führe zur „Klerikalisierung der Wissenschaft und Verfremdung des Profils der TU Dresden", sagte Linke-Hochschulexperte Gerhard Besier der Nachrichtenagentur dpa. Denn während Katholische und Evangelische Theologie mit jeweils drei Professuren in Dresden vertreten sind, soll die Philosophie trotz hoher Studentenzahlen künftig statt vormals sechs nur noch zwei Professuren umfassen.

Besier sprach von einem „intransparenten Mauschelverfahren", das zum Abbruch spezifisch sächsischer Brücken zwischen Geisteswissenschaften und MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) führe. „Dies geschieht zugunsten von Bereichen, die zwar nicht im Zentrum der Forschungstätigkeit dieser Hochschule stehen, aber der CDU aus politischen Gründen ein Herzensanliegen sind", sagte Besier mit Blick auf die Theologie. Das Verhältnis zwischen Ethik und Religion sei an der Uni künftig umgekehrt proportional zum Wahlverhalten der Schüler an sächsischen Schulen.

Auf diesen Punkt hatten auch die Philosophie-Professoren in ihrem Offenen Brief hingewiesen: „Es ist absurd, in Dresden das Institut für Philosophie mit der zweithöchsten Zahl der Studienfälle noch unter das Stellenniveau der hiesigen Theologie zu drücken, wenn bis zu 80 Prozent der sächsischen Schüler Ethik-Unterricht und nur 20 Prozent Religionsunterricht wählen." Die Professoren hinterfragen auch, warum vergleichbare Fächer wie Geschichte und Soziologie nur geringe und die Politikwissenschaften scheinbar gar keine Einbußen hinnehmen müssen.

Sachsen will nach derzeitiger Planung bis 2020 mehr als 1000 Stellen an den Hochschulen kürzen - das Gros davon ab dem Jahr 2016. Derzeit gibt es rund 9000 Stellen im Hochschulbetrieb.

dpa

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