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Projekt für abschlussgefährdete Hauptschüler geht weiter – 20 Schüler in Dresden profitieren

Projekt für abschlussgefährdete Hauptschüler geht weiter – 20 Schüler in Dresden profitieren

Hauptschüler mit schlechter Aussicht auf einen Abschluss bekommen in Sachsen weiter eine Sonderförderung. Am Montag kündigte das Kultusministerium an, das 2008 begonnene Vorhaben „Produktives Lernen“ fest im Schulsystem zu verankern und um einen Standort zu erweitern.

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Hauptschüler mit schlechter Aussicht auf einen Abschluss bekommen in Sachsen weiter eine Sonderförderung.

Quelle: dpa

„Insgesamt 82 Prozent der Schüler haben im Sommer 2012 durch das „Produktive Lernen“ ihren Hauptschulabschluss und damit eine solide Basis für ihren beruflichen Lebensweg erreicht“, zog Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) Bilanz. Das Projekt sei ein „Rettungsring“ für Schüler, die trotz zahlreicher Bemühungen bisher keinen Erfolg in der Schule hatten.

Mit dem Konzept lasse sich die Zahl der Schüler ohne Abschluss weiter senken. Konkret geht es beim Projekt „Produktives Lernen“ um eine Kombination aus schulischen Fächern und Arbeit in Firmen. Betroffen sind Schüler der Klassen 8 und 9. Pro Schuljahr gibt es drei Etappen. An zwei Tagen in der Woche lernen die Mädchen und Jungen in der Schule, an drei Tagen in einem selbst gewählten Unternehmen - in jeder Etappe in einem anderen Betrieb. Die Jugendlichen können aber auch in Vereine, Verwaltungen oder soziale und kulturelle Einrichtungen gehen. Für sie gibt es eine veränderte Stundentafel.

Fächer sind Mathematik, Deutsch, Englisch, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Kommunikation. Auch das Lernen in der Praxis wird bewertet. Bislang haben sieben Schulen in Chemnitz, Döbeln, Dresden, Freital, Hoyerswerda, Leipzig und Plauen ein solches Angebot, künftig kommt noch die Leipziger Helmholtzschule dazu. In Dresden profitieren zurzeit 20 Schüler von dem Programm. Sie lernen an der 121. Mittelschule in Prohlis.

Laut Kultusministerium sind derzeit etwa 200 Hauptschüler in Sachsen in das Förderprogramm integriert. Mit der teilweisen Verlagerung des Unterrichts in die Praxis soll die Motivation der Schüler einen neuen Schub bekommen und gestärkt werden. „In der Praxis begreifen die Jugendlichen am besten, dass sie nicht für die Schule, sondern für ihr späteres Berufsleben lernen“, sagte Kurth. Es gehe darum, den Betroffenen das Lernen wieder schmackhaft machen.

be / dpa

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