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Probleme mit Auslagerung bei Schulsanierung in Dresden

Panne in Naußlitz Probleme mit Auslagerung bei Schulsanierung in Dresden

Die Panne um die Auslagerung der Naußlitzer Grundschüler für die Zeit der Sanierung ihrer Schule ist Teil eines erheblichen Problems. Dessen Auswirkungen auf die Sanierung anderer Schulen, vor allem großer Gymnasien, sind noch nicht absehbar.

Dresden. Die Panne um die Auslagerung der Naußlitzer Grundschüler für die Zeit der Sanierung ihrer Schule ist Teil eines erheblichen Problems. Dessen Auswirkungen auf die Sanierung anderer Schulen, vor allem großer Gymnasien, sind noch nicht absehbar. "Schulsanierungen und Auslagerungen sind ein ständiges Jonglieren, jetzt ist noch ein Ball dazugekommen", so Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) gestern gegenüber DNN.

Für die Instandsetzung der Schule an der Saalhausener Straße ist der März als Baubeginn angepeilt. Nach den Winterferien sollten die Schüler in ein Schulgebäude am Terrassenufer gehen. Ende Dezember entschied sich das Schulverwaltungsamt aber anders. Nun sollten die Kinder ein zweites Gebäude der 33. Grundschule auf der Marienberger Straße besuchen. Die Eltern liefen Sturm gegen das schwerer zu erreichende Objekt, etwa 100 machten am Mittwochabend in der Naußlitzer Turnhalle bei einer kurzfristig von der Elternvertretung organisierten Veranstaltung ihrem Ärger Luft. Sie hörten die nächste Kehrtwende des Schulverwaltungsamtes. Es bleibt beim Auslagerungsstandort Terrassenufer (DNN berichteten). Das Amt musste von der Alternative wieder abrücken, die ohne Kenntnis der Spitze des Geschäftsbereichs von Bürgermeister Lames beschlossenen worden war.

Welche Auswirkungen das für andere Schulsanierungen hat, ist offen. Seinen Ursprung hat das Problem in der Boxberger Straße. Mit Bestandsschutz konnte dort unter mangelhaften Bedingungen in den letzten Jahren noch der Schulbetrieb aufrechterhalten werden. Im Zuge der Nutzung als Quartier für Asylbewerber in der Flüchtlingskrise verlor das Gebäude jedoch seine baurechtliche Genehmigung als Schulgebäude. Selbst wenn die Asylbewerber dort nicht mehr untergebracht wären, würde es Jahre dauern, bis das Objekt wieder als Schule genutzt werden kann. Dafür wäre dann eine neue Baugenehmigung nötig, einschließlich schärferer Vorschriften etwa für den Brandschutz als in den Zeiten mit Genehmigung aufgrund des Bestandsschutzes.

Mit dem Wegfall der Boxberger Straße ist die Schule am Terrassenufer das einzige Objekt, das derzeit zur Verfügung steht und die Größe hat, um als Auslagerungsstandort in Frage zu kommen. Daher war es für die Zeit der Sanierung des Gymnasiums Dreikönigsschule (DKS) im Gespräch. Doch für diese Schule ist ein Baubeginn kaum absehbar. Dieser hängt unter anderem von der Verlängerung für das Sanierungsgebiet Neustadt ab, dafür fehlt noch der Segen des Freistaats. Somit hätte die Schule am Terrassenufer womöglich erstmal leer gestanden. Kompliziert wird es damit auch für die Sanierung des Gymnasiums Plauen, dessen Auslagerungsbedarf sich mit dem DKS überschneiden würde. Ob das vielleicht in einem Jahr bedeutet, die Naußlitzer Schüler müssen doch woanders hin? Die Stadtverwaltung ließ Schulamtsleiter Falk Schmidtgen gestern erklären: "Bei aller Komplexität der Aufgaben kommt es darauf an, nur endgültig durchdachte Lösungen zu verwirklichen."

Ingolf Pleil

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