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Preise für Schulessen steigen

Preise für Schulessen steigen

Das Essen an vielen Dresdner Schulen wird ab dem neuen Schuljahr teurer. Das geht aus einem Schreiben des Großanbieters Sodexo hervor. Demnach steigen die Preise pro Schulessen um bis zu 50 Cent.

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Wider die knurrenden Mägen: Etwa 19 000 Schüler kommen tagtäglich zum Mittagessen in die Kantinen der Dresdner Schulen. Doch an 75 Schulen müssen Eltern für ihre Kinder jetzt mehr zahlen. Einige Anbieter legen die von der Stadt auferlegte Betriebskostenpauschale auf das Schulessen um.

Quelle: Martin Förster

Grund sei die Übernahme pauschaler Betriebskosten. Doch nicht alle Anbieter erhöhen ihre Preise.

Von Katrin Tominski

Dresdens Eltern müssen in Zukunft für die Versorgung ihrer Kinder tiefer in die Tasche greifen. Der Großanbieter Sodexo - Marktführer in Deutschland - erhöht seine Preise für das Schulessen ab dem nächsten Schuljahr um bis zu 50 Cent pro Portion. "Aufgrund der veränderten Bedingungen sah sich das Unternehmen leider gezwungen, die bisherige Preiskalkulation zu überarbeiten", heißt es in einem Schreiben. Nach Angabe der Stadt Dresden erhöhen zudem drei weitere Anbieter ihre Preise. Welche genau, gab das Schulverwaltungsamt nicht bekannt.

Tausende Schüler an insgesamt 75 Schulen sind in Dresden von diesen Preissteigerungen betroffen. Am Pestalozzi-Gymnasium erhöhen sich beispielsweise die Preise um bis zu 19 Cent. Die Essen kosten in Zukunft 2,20 Euro, 2,42 Euro und 2,52 Euro. Vorher hat die günstigste Portion nur 2,01 gekostet. Ähnlich sieht es an der 55. Mittelschule aus. Dort zahlen die Eltern für alle Portionen zukünftig 2,30 Euro. Das günstigste Essen hat vorher 1,80 Euro gekostet.

Als Grund für die Erhöhung der Preise führt das Unternehmen Sodexo die pauschalen Betriebskosten an, welche die Stadt an die Anbieter abgetreten hat. Diese betragen nach Angaben des Schulamtsleiters Falk Schmidtgen etwa 1500 Euro. "Das Rechnungsprüfungsamt hat festgestellt, dass manche Speiseanbieter für die angemieteten Räume bis dato keine Betriebskosten bezahlen", sagte Schmidtgen. Lediglich Kühlkost- und Tiefkühlkost-Anbieter würden seit Jahren Stromkosten für Heißluftöfen abführen. Das solle sich mit der neuen Regelung ändern. In Zukunft müssten alle Anbieter Betriebskosten zahlen.

Im Gegensatz zu Sodexo sehen einige Caterer jedoch von einer Preiserhöhung ab. Dazu gehören nach Informationen der DNN unter anderem die Unternehmen März Menü, Apetito AG sowie die Sozialküche Lommatzsch. Sodexo gilt in Dresden als Caterer mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotzdem äußerte die Vorsitzende des Kreiselternrates Annett Grundmann ihr Unverständnis. "Preissteigerungen bis zu 50 Cent pro Tag sind immens. Das ist zu viel, besonders für einkommensschwache oder kinderreiche Eltern", sagte Grundmann. Eine Erhöhung um zwei bis drei Cent sei gerechtfertigt. "Doch bei dieser Summe stellt sich die Frage, ob es keine andere Lösung gibt", sagte Grundmann.

Sodexo verweigerte detaillierte Auskünfte. Experten hingegen vermuten, dass das Unternehmen die Betriebskostenpauschale nutzen will, um generelle Preissteigerungen durchzudrücken. Sodexo versorgt nach eigenen Angaben 50 Millionen Kunden in 80 Ländern. Dabei macht es einen Umsatz von jährlich 16 Milliarden Euro.

Den Vorwurf einer mangelnden Förderung des Schulessens wies Schulamtsleiter Schmidtgen zurück. "Die Stadt Dresden stellt den Anbietern die Räume zur Essenausgabe ohne Kaltmiete zur Verfügung", sagt Schmidtgen. Zudem greife bei einkommensschwachen Eltern das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung. Für etwa 6 600 Dresdner Schüler seien im vergangenen Jahr die Kosten für das Schulessen erstattet worden. Etwa 19 000 Kinder essen täglich an den Dresdner Schulen. Das sind laut Grundmann anteilig mehr als in anderen Städten. "Allein 90 Prozent aller Grundschüler greifen auf das Mittagsangebot in ihrer Schule zurück", sagte Grundmann.

Von den Preissteigerungen betroffen sind unter anderem folgende Schulen:

Marie-Curie-Gymnasium, Pestalozzi-Gymnasium, Hans-Erlwein-Gymnasium, Gymnasium Plauen, Gymnasium Klotzsche, Gymnasium Cotta sowie die 32. Mittelschule, die 35. Mittelschule und die 55. Mittelschule. Betroffen sind außerdem die 77. Grundschule und die Behindertenschule in Gorbitz.

Keine Preissteigerungen sind unter anderem an folgenden Schulen zu erwarten:

Hülße-Gymnasium, Evangelisches Kreuzgymnasium, St.-Benno-Gymnasium, IBB Gymnasium, IBB Mittelschule, Grundschule und Mittelschule Cossebaude, 19. Grundschule, 75. Grundschule, 80 Grundschule, 93. Grundschule.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2012

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