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Prager Azubis arbeiten zwei Wochen in den Werkstätten der DVB

Neues von bus und bahn Prager Azubis arbeiten zwei Wochen in den Werkstätten der DVB

Hinter den Kulissen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) im Betriebshof an der Tiergartenstraße kann es sehr laut werden. Motoren rumpeln, Bohrmaschinen rasseln, Hämmer schlagen auf Metall.

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Daniel Paulik (21) und Aleš Kurel (17) (v.l) stehen unter einem LKW der Stadtreinigung. Für zwei Wochen arbeiten die beiden Auszubildenden in den Werkstätten der DVB. Eine einmalige Gelegenheit, denn in der Ausbildung in Tschechien kommt die Praxis oft zu kurz.

Quelle: Hauke Heuer

Dresden. Überall stehen Menschen im Blaumann und alle packen an, um den Betrieb am Laufen zu halten. Bernd Thomas, Leiter der Ausbildung, geht voraus und zeigt immer wieder mit dem Finger auf Hindernisse, die zu Stolperfallen werden könnten.

In diesen Tagen muss sich der Mann nicht nur, um seine Auszubildenden von der DVB und den anderen regionalen Verkehrsbetrieben kümmern. Acht Lehrlinge von der Verkehrsschule Prag sind in Dresden zu Gast, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie in Deutschland gearbeitet und ausgebildet wird. Im Gegenzug reisen im November 20 Mitarbeiter des Dresdner Fahrbetriebes in die tschechische Hauptstadt und erkunden die Abläufe bei den Prager Verkehrsbetrieben. "Dort sind die Dimensionen viel größer. Die DVB in Dresden beschäftigt etwa 1800 Mitarbeiter. In Prag arbeiten 10000 Menschen", erklärt Thomas.

Die Partnerschaft besteht seit 11 Jahren und wurde durch das Leonardo-Da-Vinci-Programm der EU ins Leben gerufen. Doch die Geschichte des Austausches ist viel älter. Bereits vor der Wende gab es enge Kontakte zu den Kollegen in Tschechien, die später neu geknüpft wurden.

Der angehende Automechaniker Daniel Paulik und der KFZ-Mechatronik-Lehrling Aleš Kurel gehören zur Azubi-Delegation aus Prag. Nur zum Gucken sind sie nicht hier - das wird schnell klar. Gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen schrauben sie an einem LKW der Stadtreinigung, die ihre Fahrzeuge in der Werkstatt der DVB reparieren lässt. "Der Aufenthalt ist für uns sehr interessant. Hier in Deutschland können wir Auszubildenden richtig mit anpacken. Das was im theoretischen Unterricht vermittelt wird, kann hier sofort in der Realität umgesetzt werden", sagt Kurel.

Ausbilder Thomas erklärt den Unterschied: "In Deutschland bieten wir eine duale Ausbildung an. Theorie und Praxis gehen Hand in Hand. In Tschechien ist der Praxisbezug viel geringer."

Doch nicht nur die Ausbildung, auch der Fahrbetrieb an sich unterscheidet sich eklatant. "Mir ist aufgefallen, dass die Schlangen vor den Straßenbahnen in Dresden viel kleiner sind als in Prag. Hier fahren weniger Leute mit den öffentlichen Verkehrsmitteln", sagt Paulik. Interessant finden die Azubis die Dresdner Hybridbusse. 18 der modernen Fahrzeuge sind in Dresden bereits im Einsatz. In Prag fahren erst drei der teils akkubetriebenen Busse.

Bei aller Faszination für die DVB-Werkstätten: Wer einmal in Dresden ist, muss die Stadt kennenlernen. "Es gibt ein großes Rahmenprogramm. Wir veranstalten zum Beispiel eine Art Schnitzeljagd und besuchen die VW-Manufaktur", freut sich Thomas, den Gästen seine Stadt näherzubringen.

Hauke HEuer

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