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Nirgends so viele Akademiker wie in Dresden

Nirgends so viele Akademiker wie in Dresden

In Dresden rotten sich die Akademiker zusammen: In keiner anderen deutschen Kommune gibt es eine so hohe Dichte an Hochqualifizierten wie in der sächsischen Landeshauptstadt.

Von Heiko Weckbrodt

Das geht aus dem "Arbeitsmarktmonitor", einem Statistikanalyse-Programm der Bundesarbeitsagentur, hervor. Demnach liegt der Anteil der Menschen mit Hoch- oder Fachhochschulabschluss in Dresden bei 22,1 Prozent und dies ist ein bundesweiter Spitzenwert. Zum Vergleich: München beispielsweise kommt nur auf eine Akademiker-Quote von 20 Prozent, Leipzig auf 15,7 Prozent und Berlin auf 15,8 Prozent.

Zwar treibe auch der Sitz der Landesregierung in Dresden die Quote etwas nach oben, betonte der Dresdner Arbeitsagentur-Direktor Thomas Wünsche. Das gelte aber eben auch für viele andere Verwaltungszentren in Deutschland, dies erkläre also nur zum Teil die Spitzenposition. "Vor allem zeigen diese Zahlen, wie stark der Forschungs- und Entwicklungsstandort Dresden inzwischen ist", sagte Wünsche. Und dies wiederum begünstige eine günstige Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung in der sächsischen Hauptstadt.

Denn aus Erfahrung weiß der Arbeitsagentur-Direktor: In Aufschwungjahren verringert sich zwar auch die Arbeitslosigkeit der Hilfskräfte - aber wenn die nächste Rezession kommt, stehen sie als erste wieder auf der Straße. Demgegenüber sind Akademiker-Stellen deutlich krisenfester, da der Wert vor allem technologieorientierter Betriebe mit ihrem "Humankapital", dem angesammelten "Know How" steht und fällt. Und da Fachkräfte und Spezialisten rar werden, zögern zudem viele Unternehmer selbst in einer Krise, Wissens- und Leistungsträger zu entlassen.

Bereits in den vergangenen Jahren habe der Akademikeranteil in Dresden zugenommen, berichtete Wünsche. So lang die Quote im Jahr 2000 bereits bei etwa 19 Prozent. "Diese Entwicklung müssen wir allerdings auch verstetigen", betonte er. Vor allem müsse man in Dresden "etwas dafür tun, damit Absolventen auch hier bleiben und nicht abwandern".

So zeige ein Blick auf die so genannten Vakanztage im Ingenieur-Stellenmarkt ein Problem für Dresden. Denn die Vakanzstatistik spiegelt die Zeit zwischen der Ausschreibung einer Stelle und deren Besetzung. Und während diese Vakanzzeit für Ingenieurposten im Bundesdurchschnitt zuletzt gesunken ist, stieg sie in Dresden von 63 auf 65 Tage.

"Daraus kann man schlussfolgern, dass unsere freie Ingenieurbasis in Dresden schrumpft und wir den Prozentsatz Hochqualifizierter noch erhöhen müssen", sagte Wünsche. Initiativen dafür wollen die Dresdner Arbeitsagentur, Kommunalpolitiker und Industrie in diesem Jahr starten, kündigte der Direktor an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.02.2012

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