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Neues Wahlfach für Dresdner Medizinstudenten: Flüchtlingsversorgung

Praktikum Neues Wahlfach für Dresdner Medizinstudenten: Flüchtlingsversorgung

Medizinstudenten in Dresden können sich fortan in dem Wahlfach „Flüchtlingsversorgung“ ausbilden lassen. Im Kern geht es um ein Praktikum in der Flüchtlingsambulanz. Sie war im Herbst 2015 in Regie der Kassenärztlichen Vereinigung entstanden.

Medizinstudenten in Dresden können sich fortan in dem Wahlfach „Flüchtlingsversorgung“ ausbilden lassen.

Quelle: dpa

Dresden. In Dresden können sich Medizinstudenten ab sofort in dem Wahlfach „Flüchtlingsversorgung“ ausbilden lassen. Im Kern geht es um ein Praktikum in der Flüchtlingsambulanz. Sie war im Herbst 2015 in Regie der Kassenärztlichen Vereinigung entstanden, um Betroffene mit Unterstützung von Dolmetschern behandeln zu können.

„Wir beginnen mit zehn Studenten. Es haben sich aber weit mehr gemeldet als Plätze vorhanden sind“, sagte Henna Riemenschneider, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universitätsklinik, am Donnerstag. Bei der Ausbildung gehe es unter anderem darum, soziale Kompetenzen zu vermitteln und kulturelle Hintergründe zu erklären.

Die Flüchtlingsambulanz betreut nach eigenen Angaben täglich etwa 100 Patienten. Ihre Behandlung sei zeitintensiv und benötige besonderes Wissen und besondere Fähigkeiten, erklärte Ambulanz-Chefin Stephanie Taché. Auch Medizinstudenten halfen bisher ehrenamtlich mit. Nun soll das Ganze eine Struktur bekommen.

Bislang seien Studenten nicht auf eine Arbeit unter besonderen Bedingungen - zum Beispiel mit Dolmetschern - vorbereitet worden, sagte Antje Bergmann, Chefin der Allgemeinmedizin an der Medizinischen Fakultät: „Im zukünftigen Arztberuf werden diese Herausforderungen in den nächsten Jahren aber drastisch ansteigen.“

Riemenschneider zufolge geht es um eine sehr spezielle Gruppe von Patienten. Sie verwies auf psychische Belastungen, Kriegsverletzungen, Hautprobleme und Infektionen, die hierzulande eher selten sind. „Mit vielen Patienten kommt man ohne Dolmetscher nicht weiter.“ Wiederum sei aber auch nicht jeder Dolmetscher für ein Patientengespräch geeignet.

dpa

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