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Neues Gymnasium für Striesen: Für sechs Millionen Euro entsteht eine private Ganztagsschule

Neues Gymnasium für Striesen: Für sechs Millionen Euro entsteht eine private Ganztagsschule

Die Wartelisten sind lang und der Platz reicht nicht, um alle Gymnasiasten und Mittelschüler, pardon Oberschüler, unterzubringen. Deshalb baut das Institut für Bildung und Beratung (IBB) ein neues Schulgebäude in Striesen.

Heute ist Grundsteinlegung für den sechs Millionen Euro teuren Neubau an der Augsburger Straße. Der Einzug ist für Sommer 2014 geplant.

Nicht nur die Stadt baut und saniert derzeit so viele Schulen, dass man beinahe schon den Überblick verliert. Auch private Träger investieren in Größenordnungen in neue Gebäude. Bestes Beispiel ist das private Ganztagsgymnasium und die Oberschule des IBB: Im Moment gibt es 87 Gymnasiasten in je zwei 5., 6. und 7. Klassen. Die Oberschule besuchen mittlerweile 135 Schüler von der 5. bis zur 8. Klasse. "Zwei Bewerber kommen bei uns auf einen Platz", berichtet Dagmar Mager, Geschäftsführerin des IBB.

Das nach dem Ersten Weltkrieg errichtete Gebäude für die Gymnasiasten und Oberschüler ist bereits 2011 rekonstruiert worden und verfügt über alles, was die Schüler der Mittelstufe brauchen: Fachkabinette, diverse Aufenthaltsräume, Keramikwerkstatt, Bibliothek, Lernküche. "Aber wenn wir im kommenden Sommer wieder vier Klassen aufnehmen wollen, brauchen wir dringend ein eigenes Gebäude für die Oberstufe", erklärt Dagmar Mager.

Das neue farbenfrohe Schulhaus soll auf mehr als 1500 Quadratmetern neben dem Gebäude für die Mittelstufe entstehen. In der Baugrube sind bereits Bauarbeiter im Einsatz. Und heute ist die Grundsteinlegung. Im Keller wird die Sporthalle untergebracht, in den drei Etagen darüber jeweils fünf Klassenzimmer und ein Fachkabinett, im Staffelgeschoss die Caféteria. Auch eine Tiefgarage für die Lehrer soll es geben. "Man könnte annehmen, dass wir ein bisschen größenwahnsinnig sind", sagt Dagmar Mager. Hintergrund sei aber folgender: "Wir müssen 32 Stellplätze bringen oder, wenn wir das nicht tun, 10 000 Euro pro Platz an die Stadt entrichten." Und selbst dann habe sie noch immer keinen Parkplatz für ihre Lehrer, so die Geschäftsführerin. Mit der neuen Tiefgarage entspreche das IBB zudem den Wünschen der Anwohner, die sich darüber beklagt hatten, dass ihnen die Lehrer die Parkplätze wegnehmen würden.

Als Ganztagsschulen haben sowohl Gymnasium als auch Oberschule von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. 200 Euro pro Monat kostete der Besuch im vergangenen Schuljahr - 60 Euro Schulgeld, 90 Euro Ganztagsbetreuung und 50 Euro Verwaltungsgebühr. Im Moment wird neu kalkuliert.

Beide Schulen halten sich strikt an den sächsischen Lehrplan. Aber anders als an staatlichen Schulen sitzen nicht mehr als 20 Schüler in einer Klasse. "Bei uns werden Gesundheit, Kreativität und die Sprachen großgeschrieben", beschreibt Dagmar Mager das Konzept. Im Angebot seien Russisch, Englisch, Französisch und Spanisch. Apropos Gesundheit: An der Grundschule gibt es seit Neuestem eine Kletterwand. Klettern sei Teil des Sportunterrichts, für den ein ausgebildeter Sportlehrer mit Trainerschein engagiert worden ist, so die Geschäftsführerin.

Und auch das ist nicht wirklich alltäglich: "Wir haben 30 ganz unterschiedliche Bäume auf unser Grundstück gepflanzt - darunter einen Mammutbaum, eine Zeder, eine Sumpfzypresse und einen Tulpenbaum", berichtet Dagmar Mager. Stadtkinder wüssten ja kaum noch, was Bäume sind. 10 000 Euro hat sich das IBB die Bäume im vergangenen Jahr kosten lassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.09.2013

Katrin Richter

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