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Neuer Schulnetzplan für Dresden: Rechnung mit zwei Unbekannten

Bürgermeister legt Entwurf vor Neuer Schulnetzplan für Dresden: Rechnung mit zwei Unbekannten

Die Schülerzahlen werden noch mehrere Jahre steigen und sich dann weiter auf hohem Niveau bewegen. Das sagt der neue Schulnetzplan voraus. Die Stadt sucht noch Grundstücke für eine Oberschule und ein Gymnasium.

So soll der Schulkomplex in Tolkewitz aussehen.
 

Quelle: PR

Dresden. Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) und Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, stellten am Mittwoch den Entwurf des Schulnetzplanes vor. Die neue Qualität: Bevor der Entwurf in der Verwaltung diskutiert wird, beginnt die öffentliche Debatte. „Die Anregungen wollen wir zusammen mit der aktuellen Bevölkerungsprognose einarbeiten und dann den überarbeiteten Plan den Gremien des Stadtrats vorlegen“, kündigte Lames an. Vor der Sommerpause 2017 soll der Stadtrat den Schulnetzplan beschließen. Hier die wesentlichen Eckdaten:

Wie entwickeln sich die Schülerzahlen?

Sie steigen und bleiben bis weit nach 2030 auf hohem Niveau. „Einen erheblichen Teil des Anstiegs haben wir schon bewältigt. Aber ein ordentlicher Teil erwartet uns noch“, so Schmidtgen. Regelmäßige Geburtenzahlen von über 6000 pro Jahr hätten zeitverzögert Auswirkungen auf den Bedarf an Schulplätzen.

Wieviele neue Grundschulen werden benötigt?

Vier. 2017 geht die 147. Grundschule auf der Maxim-Gorki-Straße 4 in Pieschen ans Netz, 2018 die 153. Grundschule in der Fröbelstraße 1. Es folgen 2019 die 148. Grundschule in der Friedensstraße und 2022 die 146. Grundschule in der Leisniger Straße 76. Diese Schule könnte auch eher öffnen, wenn wegen des Zuzugs in Pieschen dafür Bedarf herrscht.

Wie ist die Entwicklung an den Oberschulen?

„Wir benötigen mehr Plätze“, so Schmidtgen. Integration und Inklusion würden verstärkt an den Oberschulen stattfinden. Für vier neue Oberschulen gibt es schon Standorte: Die 145. in der Gehestraße eröffnet 2017, die 150. wird in der Cämmerswalder Straße 2018 dreizügig gegründet. Wegen des steigenden Bedarfs soll die Schule in einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Kohlebahnhofs an der Freiberger Straße umziehen und dann fünf Züge beherbergen. Die 149. Oberschule soll 2019 im früheren Gebäude der Volkshochschule am Schilfweg in Seidnitz gegründet werden, die 151. Oberschule 2020 auf der Königsbrücker Straße 115. Für das Stadtgebiet linkselbisch Mitte/Ost sucht die Stadt nach einem Oberschulstandort, der 2022 aktiviert werden könnte.

Steigen auch an den Gymnasien die Schülerzahlen?

Ja, und deshalb sind vier neue Standorte geplant: Tolkewitz und Pieschen ab 2017, ein noch ohne Standort zu gründendes Gymnasium im Bereich Striesen/Blasewitz und das Gymnasium Gorbitz am Leutewitzer Ring ab 2022/2023.

Was wird mit dem Berufsschulzentrum für Wirtschaft, wenn das Gymnasium Gorbitz gegründet wird?

Lames hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass das Berufsschulzentrum nach seinen Plänen in Prohlis in der Boxberger Straße angesiedelt werden soll. Daneben soll in Prohlis ein berufliches Gymnasium gegründet werden, das Oberschülern den Zugang zur Hochschulreife ermöglicht.

Haben die Proteste gegen den Umzug des Gorbitzer Berufsschulzentrums Aussicht auf Erfolg?

Er sei offen für alle Einwände, erklärte der Schulbürgermeister. Wer den Umzug verhindern wolle, müsse aber auch sagen, wo ein neues Gymnasium für den Dresdner Westen errichtet werden soll, so Lames. Auch die Nutzung der Doppelschule in der Boxberger Straße müsse geklärt werden. Ein allgemeinbildendes Gymnasium habe dort aus Sicht der Verwaltung wenig Chancen.

Welche Auswirkung hat der Wegfall der Bildungsempfehlung auf den Schulnetzplan?

Eine geringe, sagt Schmidtgen. Er geht davon aus, dass der vom Gericht monierte Rechtsfehler vom Kultusministerium schnell behoben wird und es damit wieder einen reglementierten Zugang zum Gymnasium gibt.

Wird auf dem Standort der Staatsoperette in Leuben ein Gymnasium entstehen?

„Wir prüfen das“, erklärt Schmidtgen. Der Standort habe den großen Vorteil, dass er der Stadt gehöre. Die Verkehrsanbindung sei sehr gut, aber: Die städtische Fläche ist zu klein, es gibt außerdem baurechtliche Probleme. „Wir suchen von Johannstadt bis zur Stadtgrenze nach geeigneten Grundstücken“, so Lames.

www.dresden.de/schulnetzplanung

Von Thomas Baumann-Hartwig

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