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Neue Zahlen: Dresdner Lehrer immer häufiger und länger krank

Neue Zahlen: Dresdner Lehrer immer häufiger und länger krank

"Ich hatte übers gesamte Schuljahr betrachtet drei Langzeitkranke unter meinen Lehrern", sagt Frank Haubitz. Noch mehr Sorgen bereiten dem Leiter des Gymnasiums Klotzsche Kollegen mit psychosomatischen Beschwerden.

2009 2010 2011

Anzahl der Ausfalltage Anzahl der Ausfalltage Anzahl der Ausfalltage

Personen Personen Personen

Grundschule 1975 20 158 2024 18 531 2059 21 468

Mittelschule 1897 21 158 2035 20 860 2021 21 743

Gymnasium 1866 19 892 1969 19 269 2036 23 383

Förderschule 888 12 700 930 14 476 1177 17 251

BSZ 1295 15 849 1251 12 671 1264 13 853

Von katrin richter

"Sie sind Ende 40, Anfang 50 und haben beispielsweise Magenschmerzen, die Ärzte aber können nichts feststellen", erklärt Haubitz. Das verunsichere die betroffenen Lehrer. Zurückzuführen seien die Symptome zweifellos auf die permanente Überlastung.

Diese Vermutung bestätigen Zahlen zum Krankenstand der Lehrer, die die Bildungsagentur auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag bekanntgab. Danach fielen im Bereich der Regionalstelle Dresden, zu der neben der Stadt Dresden auch die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen gehören, Gymnasiallehrer im vergangenen Jahr an 23 383 Tagen wegen Krankheit aus (siehe Tabelle). Zum Vergleich: 2009 waren es "nur" 19 892, also knapp 3500 Tage weniger.

Ähnlich dramatische Steigerungen registrieren auch die Grundschulen, Mittelschulen und vor allem die Förderschulen. Hier verzeichnet die Bildungsagentur sogar 4500 Ausfalltage mehr. Einzig die Lehrer an den Beruflichen Schulzentren (BSZ) waren 2011 seltener krank als 2009. Die Grünen vermuten, dass die Belastung durch Vertretungen und Abordnungen inzwischen so hoch geworden ist, dass immer mehr Lehrer gesundheitliche Probleme bekommen.

Verglichen mit dem Krankenstand von 2009 hat zwei Jahre später auch der Anteil langzeitkranker Lehrer kontinuierlich zugenommen. Beispiel: An den Grundschulen fielen im vergangenen Jahr 8998 Tage aus, an denen die Krankheit länger als sechs Wochen dauerte. 2011 waren es noch 6670 Tage. Gleich dahinter kommen die Förderschulen mit 6213 Ausfalltagen im vergangenen Jahr (2009: 4185 Tage).

Und noch eine alarmierende Zahl, die die Bildungsagentur bekanntgab: 48 an die Regionalstelle Dresden abgeordnete Beamte und Lehrer waren von Januar bis Mai dieses Jahres an insgesamt 324 Arbeitstagen krank. Der Vergleich zum Krankenstand von vor zwei Jahren fehlt allerdings. Bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen entwickeln, wenn eine ganze Reihe dieser Lehrer zurück an die Schulen muss.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.07.2012

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