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Mittelschule oder Oberschule - Austausch von Schulschildern würde rund 10.000 Euro kosten

Mittelschule oder Oberschule - Austausch von Schulschildern würde rund 10.000 Euro kosten

Ja, was denn nun? Werden wir Oberschule? Oder bleiben wir Mittelschule? Das fragen sich dieser Tage Dresdens bald gewesene Mittelschulleiter. So viel ist klar: Zwei Monate noch, dann wird die Bezeichnung Oberschule auch für Dresdens 27 Mittelschulen eingeführt.

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Wie alle anderen 26 Dresdner Mittelschulen soll auch die "128." in Reick ab 1. August Oberschule heißen. Das schreibt eine neue Verordnung des Kultusministeriums vor. Unklar bleibt, welche Folgen das für die Schulen hat, ob die Schulleiter auch die Messingschilder an den Eingängen austauschen müssen.

Quelle: Doering

Das schreibt eine neue Verordnung des Kultusministeriums vor. Unklar bleibt, welche Folgen das für die einzelnen Schulen hat, ob die Schulleiter auch die Messingschilder an den Eingängen austauschen und was sie sonst noch so alles neu kaufen müssen an diversen Stempeln und Briefpapier.

"Das ist schon ein bisschen kurios", sagt Thomas Lorenz, Leiter der 128. Mittelschule in Reick. Zwar gebe es eine neue Verwaltungsvorschrift, die die Bezeichnung Oberschule vorschreibe. "Nicht geändert worden aber ist das Schulgesetz, so dass es die Schulart Mittelschule als solche noch gibt", erklärt der Schulleiter. Genau genommen müsse also auf dem Messingschild am Eingang seiner Schule "128. Oberschule, Schulart Mittelschule" stehen. Ob er neue Stempel kaufen, neue Briefbögen drucken lassen muss und sich auch E-Mail-Adresse und Internetauftritt ändern, vermag Lorenz noch nicht sagen. "Das muss der Schulträger erst noch entscheiden." Er, Lorenz, sehe den Dingen jedenfalls "mit großer Gelassenheit entgegen".

Der Weisheit letzten Schluss scheint man im Schulverwaltungsamt in dieser Angelegenheit noch nicht gefunden zu haben. In einer E-Mail von Mitte März an alle Schulleiter hatte es geheißen: "Da es keine Änderungen bei den gesetzlich definierten Schularten gibt, wird es nach unserer Auffassung keinen Anlass für Änderungen im Geschäftsverkehr bzw. im öffentlichen Erscheinungsbild (Schulschilder) geben." Jetzt sagte Stadtsprecher Kai Schulz auf die Frage, ob die Messingschilder an den Schulpforten nun bleiben oder nicht: "Über eine geänderte Gestaltung wurde noch nicht entschieden." So viel aber konnte er schon mal verraten: "Allein für Änderungen an Türschildern und neue Stempel ergibt sich ein Finanzbedarf von ca. 10 000 Euro." Was es koste, die Software in den Schulen anzupassen, die Briefbögen und die Einträge im Branchen- und Telefonbuch zu ändern, stehe noch gar nicht fest.

Inzwischen gibt es ein Schreiben von Thomas Rechentin, seines Zeichens Ministerialdirigent im Kultusministerium, an alle Schulträger von Mittelschulen. Der Mann weist darin nett darauf hin, "dass die Bezeichnung ,Oberschule' im Namen der konkreten Schule sowie in allen Dokumenten, die sich auf die jeweilige Einzelschule beziehen, zu verwenden ist".

"Für unseren Schulkomplex wäre das ein Riesenaufwand, an jedem Klassenzimmer befindet sich ein Plexiglasschild mit der Aufschrift ,Mit' für Mittelschule beziehungsweise ,Gym' für Gymnasium, berichtet Gernot Zeller, Leiter der Sportmittelschule. Allein das alles zu ändern, koste enorm viel Geld.

Petra Bräutigam, Leiterin der Mittelschule Pieschen, hat schon so ihre Erfahrungen mit Umbenennungen gemacht. "Bis 2006 waren wir die 27. Mittelschule, dann wurde die Schule ein Jahr stillgelegt, von 2007 bis 2009 trugen wir den langen Namen ,Mittelschule Pieschen, Schule mit besonderem pädagogischen Profil - Gemeinschaftsschule', jetzt sind wir wieder Mittelschule und ab 1. August wahrscheinlich Oberschule Pieschen. Und was steht auf dem Schulschild? "Immer noch ,Gemeinschaftsschule' - und zwar in bunten Lettern", schmunzelt Bräutigam.

Schulen in freier Trägerschaft sind im Übrigen ausgenommen von der Umbenennung. Montessori-, Hoga- oder Waldorf-Oberschulen dürfte es also künftig nicht geben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.05.2013

Katrin Richter

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