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Mittelschule in Dresden-Weixdorf für 9,5 Millionen Euro saniert und erweitert

Mittelschule in Dresden-Weixdorf für 9,5 Millionen Euro saniert und erweitert

"Nu gugge ma" steht an sämtlichen gläsernen Brandschutztüren der Mittelschule Weixdorf. Die schriftliche Aufforderung in schönstem Sächsisch hätte in großen Lettern durchaus auch auf dem Dach der Schule ihre Berechtigung.

Von Katrin Richter

Denn sehen lassen kann sich das in den vergangenen drei Jahren für schlappe 9,5 Millionen Euro sanierte und erweiterte Gebäude an der Alten Dresdner Straße. Heute will Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) die Weixdorfer Mittelschule einweihen.

Besonderheit: Die Schule besteht aus vier zu ganz unterschiedlichen Zeiten errichteten Gebäudeteilen, die miteinander verbunden worden sind. Im vierstöckigen Altbau aus dem Jahre 1900 sind Klassenräume, PC-Kabinett, Bibliothek, Lehrer- und Schulleiterzimmer und im Keller Technikräume untergebracht. Blickfang dürften die drei Putzschnittbilder aus den 1950er Jahren im dritten Obergeschoss mit für diese Zeit typischen Kindermotiven sein. Der in den 1970ern errichtete Altneubau mit der sich anschließenden Aula beherbergt fünf Fachkabinette. Im Verbinder zwischen Alt- und Altneubau ist der Lift verborgen, mit dem körperbehinderte Kinder alle Ebenen erreichen. Der vorgelagerte Glasbau ist Haupteingang und Pausenhalle zugleich.

Im Neubau befinden sich zwei Technik- und ein Hauswirtschaftsraum, das Nähkabinett sowie im Untergeschoss der Speisesaal mit der Ausgabeküche. Die uralten Holztüren im Altbau sind wieder aufgearbeitet worden. Die Flure haben rotes, die Klassenzimmer blaues Linoleum bekommen. 80 Prozent des Leitungsnetzes mussten erneuert werden. Vor der Sanierung wurde die Schule mit Öl beheizt, jetzt mit Erdgas.

"Ich freue mich über die Helligkeit, die großzügigen Gänge, die sorgsam restaurierten historischen Fliesen und auch über den Verbinderbau mit den Fensterbänken, von dem aus man einen Blick auf die herrliche Umgebung von Weixdorf hat", lobt Birgitt Schmutzler, Schulleiterin seit 2004. Zwei Wermutstropfen nennt sie auch: Es fehlt an Vorbereitungsräumen für die Lehrer und ein Geografie-Zimmer gibt es gar nicht.

Ursprünglich hatte die Stadt mit 6,7 Millionen Euro geplant. Mehrkosten entstanden, weil die Bauleute im Keller des Altbaus auf Grundwasser gestoßen sind. Zeit und Geld gekostet hat auch ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts, der einer Anwohnerin Recht gab, die die Baugenehmigung angefochten hatte. Der knapp 50 Meter lange dreigeschossige Neubau würde den dahinter liegenden Gartenbereich komplett abriegeln und wie eine haushohe, undurchlässige Mauer wirken, hatte sie argumentiert (DNN berichteten). In der Folge musste die Stadt umplanen, schrumpfte den Neubau auf die Hälfte und konzipierte die Mittelschule nicht mehr für drei, sondern für zwei Klassen pro Jahrgangsstufe.

Dieser Fakt dürfte dem Schulverwaltungsamt noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. 83 Viertklässler hatten sich im vergangenen Schuljahr für die Weixdorfer Mittelschule beworben, für 56 war nur Platz. Auch die "82." als zweite Mittelschule im Dresdner Norden reicht nicht, um alle Kinder aufzunehmen. Und ein Neubau ist im neuen Schulnetzplan bislang nicht vorgesehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2012

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