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Mittelschule Weixdorf wird teurer

Mittelschule Weixdorf wird teurer

Noch verdecken Baugerüste die Fassade der Mittelschule Weixdorf, sind die Fenster sorgsam mit blauer Folie zugeklebt, bewegen Bauarbeiter Schubkarren mit Ziegelsteinen übern Schulhof.

Von katrin Richter

Die Zeit drängt, im Sommer sollen die Schüler das sanierte und erweiterte Gebäude an der Alten Dresdner Straße und auch die Außenanlagen mit Basketball-Spielfeld in Besitz nehmen können. Noch machen sich die 300 Schüler jeden Tag auf den Weg in ihr Interimsquartier am Unteren Kreuzweg in der Neustadt.

Das Besondere an der Schule: Sie besteht aus vier zu ganz unterschiedlichen Zeiten errichteten Gebäudeteilen, die miteinander verbunden worden sind und auch für Rollstuhlfahrer mühelos erreichbar sein werden.

Putzbilder bleiben erhalten

Im vierstöckigen Altbau aus dem Jahre 1900 sind Klassenräume, PC-Kabinett, Bibliothek, Lehrer- und Schulleiterzimmer und im Keller Technikräume untergebracht. Blickfang dürften die drei Putzschnittbilder aus den 1950er Jahren im dritten Obergeschoss mit für diese Zeit typischen Kindermotiven sein, darunter ein Junge, der eine Sonnenblume gießt. Auch die schwarz-weiß karierten Fußbodenfliesen aus der Jahrhundertwende werden aufgearbeitet.

Der in den 1970ern errichtete Altneubau mit der anschließender Aula beherbergt sechs Fachkabinette. Im Verbinder zwischen Alt- und Altneubau ist der Lift verborgen, mit dem körperbehinderte Kinder alle Ebenen erreichen. Der vorgelagerte Glasbau ist Haupteingang und Pausenhalle zugleich.

Im Neubau befinden sich Technik-, Werk- und Hauswirtschaftsräume sowie im Untergeschoss der Speisesaal mit der Ausgabeküche. Der Funktionsbau bekommt eine Lüftungsanlage, weil die Fenster wegen des Fluglärms geschlossen bleiben müssen. Im Altbau ist das nicht nötig, weil alle Fenster vom Flughafen abgewandt liegen.

Auch im Gebäudeinneren sind die Bauarbeiter noch fleißig am Werkeln, schleifen die Wände ab und bereiten sie für den Anstrich vor, bauen Brandschutztüren ein und verpassen den wieder aufgearbeiteten uralten Holztüren im Altbau rote Farbe. Die Flure bekommen gleichfalls rotes, die Klassenzimmer blaues Linoleum. 80 Prozent des Leitungsnetzes mussten erneuert werden. Vor der Sanierung wurde die Schule mit Öl beheizt, künftig mit Erdgas.

Nach Informationen von Dagmar Ganz, Projektleiterin im Hochbauamt, belaufen sich die Baukosten auf 7,7 Millionen Euro. "Ursprünglich haben wir mit 6,7 Millionen Euro geplant", berichtet sie.

Auf Grundwasser gestoßen

Mehrkosten entstanden, weil die Bauleute im Keller des Altbaus auf Grundwasser gestoßen sind. Zeit und Geld gekostet hat auch ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts, der einer Anwohnerin Recht gab, die die Baugenehmigung angefochten hatte. Der knapp 50 Meter lange dreigeschossige Neubau würde den dahinter liegenden Gartenbereich komplett abriegeln und wie eine haushohe, undurchlässige Mauer wirken, hatte sie argumentiert (DNN berichteten). In der Folge musste die Stadt umplanen, schrumpfte den Neubau auf die Hälfte und konzipierte die Mittelschule nicht mehr für drei, sondern für zwei Klassen pro Jahrgangsstufe.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2012

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