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Mehr als 100.000 Stunden Unterrichtsausfall in Dresden

Wege Krankheit und Streik Mehr als 100.000 Stunden Unterrichtsausfall in Dresden

Genau 104.841 Stunden fielen im vergangenen Schuljahr an Dresdens Schulen aus. Das sind rund 4,2 Prozent des Unterrichts. Zum Vergleich: Im Schuljahr zuvor waren es 88.572 Stunden, macht 3,7 Prozent. Weitere 40.724 Stunden sind zwar vertreten worden, allerdings in einem anderen Fach.

Genau 104.841 Stunden fielen im vergangenen Schuljahr an Dresdens Schulen aus.

Quelle: Archiv

Dresden.. Genau 104.841 Stunden fielen im vergangenen Schuljahr an Dresdens Schulen aus. Das sind rund 4,2 Prozent des Unterrichts. Zum Vergleich: Im Schuljahr zuvor waren es 88.572 Stunden, macht 3,7 Prozent. Weitere 40.724 Stunden sind zwar vertreten worden, allerdings in einem anderen Fach. Das geht aus der aktuellen Statistik des Kultusministeriums hervor. Das Ministerium weist darauf hin, dass "der über die Wintermonate langanhaltend hohe Krankenstand des Lehrpersonals und die im März 2015 stattgefundenen Streikmaßnahmen" wesentliche Ursachen für die gestiegene Ausfallquote gewesen seien. Der außerplanmäßige Unterrichtsausfall sei im März mit sachsenweit 8,5 Prozent doppelt so hoch gewesen wie in anderen Monaten, heißt es. Die DNN zeigen im Folgenden, wie sich die ausgefallenen Stunden auf die einzelnen Schularten in Dresden verteilten.

GRUNDSCHULEN

An Dresdens Grundschulen fielen im vergangenen Schuljahr 23.556 Unterrichtsstunden aus, weil Lehrer krank, zur Kur, zur Fortbildung oder streiken waren. 6135 Stunden hielten Pädagogen, aber in einem anderen Fach. Der meiste Unterricht musste an der 108. Grundschule mit 1087 Stunden ausfallen. Das sind 8,5 Prozent. Den geringsten Ausfall verzeichnen die 39., die 91. und die 113. Grundschule mit jeweils 0,8 Prozent.

OBERSCHULEN

Spitzenreiter ist die 107. Oberschule in Gruna. Für 8,8 Prozent des Unterrichts - das sind 763 Stunden - fand sich kein adäquater Ersatz. "Wir hatten viele Langzeit-, aber auch Kurzzeitkranke, und es gibt drei Schwangere an unserer Schule", erklärt Schulleiter Klaus-Peter Müller. Außerdem seien zwei Tage wegen des Lehrerstreiks ausgefallen. Auch die Streiktage an den Kindergärten hätten Auswirkungen auf den Unterrichtsausfall gehabt, weil Kollegen ihre Kinder zu Hause betreuen mussten. Laut Statistik sind an der 107. Oberschule jedoch 454 Stunden fachfremd vertreten worden. "Wir haben alles versucht, was möglich war, um den Unterricht abzudecken", sagt Müller. Die wenigsten Stunden - nämlich lediglich fünf - fielen an der Palucca Schule aus. 301 Stunden haben die Pädagogen dort in einem anderen Fach vertreten.

GYMNASIEN

25.814 Stunden - das entspricht 4,1 Prozent - konnten im vergangenen Schuljahr an den Gymnasien nicht gehalten werden. 14.390 Schulstunden fielen nicht aus, weil andere Lehrer einsprangen, aber nicht das eigentlich vorgesehene Fach unterrichteten. Mit 3114 Stunden der meiste Unterricht fiel am Vitzthum-Gymnasium aus. Macht 6,2 Prozent. "Auch wir hatten mehrere Langzeiterkrankungen und uns hatte damals auch die Grippewelle ganz schön erwischt", entsinnt sich Schulleiterin Arnhild Göllner. Was Schwangerschaften anbelangt, sei die Situation mit zwei Frauen vergleichsweise übersichtlich gewesen. "Wir sind erfreulicherweise inzwischen ein recht junges Kollegium", so die Schulleiterin. Die Schule mit dem geringsten Ausfall ist das Sportgymnasium (422 Stunden bzw. 1,5 Prozent).

BERUFLICHE SCHULZENTREN

18.066 Stunden sind an den Dresdner BSZ wegen Krankheit usw. nicht gehalten worden (4,4 Prozent). Den größten Posten verbucht das BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung mit 2755 Stunden (5,5 Prozent).

FÖRDERSCHULEN

Dramatischer als in anderen Schularten sieht es seit Jahren an den Förderschulen aus: Hier fielen im vergangenen Schuljahr 11.108 Stunden außerplanmäßig aus, weil Lehrer krank oder zur Kur waren oder sich im Ausstand befanden. Hinzu kommen 4130 Stunden "planmäßiger Unterrichtsausfall". Das bedeutet, dass von vornherein kein Pädagoge zur Verfügung stand oder die Unterrichtsräume fehlten. Den meisten außerplanmäßigen Ausfall verzeichnete die Schule für Erziehungshilfe mit 8,9 Prozent, den wenigsten die Robinsonschule für geistig Behinderte mit 1,4 Prozent.

www.schule.sachsen.de

Katrin Richter

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