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Mehr Geld für 350 Oberschullehrer im Großraum Dresden

Mehr Geld für 350 Oberschullehrer im Großraum Dresden

Ein knappes Jahr ist es jetzt her, dass auf den Schulschildern der einstigen Mittelschulen Oberschule steht. Ab 1. August nun sollen Lehrer auch an den Oberschulen im Großraum Dresden mehr Geld bekommen.

Nicht alle auf einen Schlag, sondern vorerst nur 350 von ihnen. Das sind 35 Prozent. Sie werden von der Entgeltgruppe 11 in die 13 aufrücken. Damit wären 55 Prozent der Oberschullehrer in der Entgeltgruppe 13. Ein Jahr später sollen es 70, noch ein Jahr darauf 80 und 2017 dann 100 Prozent sein. So sieht es jedenfalls das Gesamtpaket zur Gestaltung des Generationswechsels an den Schulen des Freistaats vor, das Regierung und Gewerkschaften vor einiger Zeit vereinbart haben.

Wieviele Lehrer an der 128. Oberschule in Reick höhergruppiert werden, vermag Schulleiter Thomas Lorenz noch nicht zu sagen. Die Bildungsagentur sei am Rechnen, wie viele Stellen auf die einzelnen Schulen entfallen, berichtet er auf DNN-Nachfrage. "Ich habe zehn Lehrer, die höhergruppiert werden könnten", sagt er. Drei bis vier von ihnen würden demnach ab 1. August tatsächlich mehr verdienen. Wieviel mehr, ist zum Beispiel abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und dürfte sich über den Daumen gepeilt bei 250 Euro brutto bewegen.

Für den Schulleiter hat die ganze Sache einen großen Haken: Eine Reihe von Lehrern werde nämlich von vornherein von der Höhergruppierung ausgeschlossen. "Das sind zum Beispiel Grundschullehrer, die an der Oberschule arbeiten, außerdem sogenannte Ein-Diplom-Lehrer, die aber mehrere Fächer unterrichten, und auch Quereinsteiger." Lorenz selbst hat zwei Grundschullehrer an seiner Schule, die Technik und Computer geben und also keine Chance auf mehr Geld haben. "Kultusministerium und Gewerkschaften haben den Tarifvertrag so ausgehandelt", sagt er. Dass die GEW dazu ja gesagt habe, findet er bedenklich. "Es wird also auch 2017 keine Gerechtigkeit bei der Bezahlung geben, einfach weil Lehrer übrig bleiben", resümiert Lorenz.

Welche Lehrer mehr Geld bekommen, werde nach dem Prinzip der "Bestenauslese" anhand verschiedener Kriterien wie Eignung, Befähigung und fachliche Leistung ermittelt, teilt Manja Kelch, Sprecherin im Kultusministerium mit. Die Schulleiter müssten für jeden Bewerber eine Beurteilung schreiben. Aus all dem werde dann eine schulübergreifende Rangliste gebildet.

Wieviele Berufsschul- und Gymnasiallehrer in die Entgeltgruppe 14 wechseln dürfen, entscheide sich, wenn der Landtag den nächsten Doppelhaushalt beschließe, so Kelch. Pädagogen an Förderschulen mit DDR-Abschluss, die über eine sonderpädagogische Hochschulausbildung verfügen, würden zum 1. Februar 2015 in die Entgeltgruppe 13 höhergruppiert. Auch hier müsse der neue Doppelhaushalt abgewartet werden. Referendare bekommen gleichfalls mehr Geld - 40 Euro ab 1. Januar 2015.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.05.2014

Katrin Richter

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