Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Google+
Marie-Curie-Gymnasium in Dresden fast fertig saniert

Marie-Curie-Gymnasium in Dresden fast fertig saniert

Die junge bronzene Arbeiterin und ihr alter Meister aus DDR-Zeiten auf dem Schulhof des Marie-Curie-Gymnasiums werden ganz schön Augen gemacht haben, als sie ihre schützende Umhausung aus Holz wieder los waren.

Das wenig ansehnliche Schulgebäude aus dem Jahre 1960, das sie noch kannten, ist denkmalgerecht saniert worden, ein dreigeschossiger, moderner Neubau kam hinzu. Und da, wo immer die uralte Turnhalle gestanden hatte, ist eine moderne Dreifeldsporthalle emporgewachsen.

22 Millionen Euro kostet das gesamte Bauvorhaben, die knappe Hälfte davon sind Fördermittel. In die Schlagzeilen geriet die Schule, als Bauarbeiter im Februar 2013 kurz nach Beginn der Sanierung eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg direkt neben dem alten Schulhaus zutage förderten. Im Sommer nun sollen die 800 Gymnasiasten und ihre Lehrer aus der Gorbitzer Interimsplatte wieder zurückziehen können in ein neues schönes Gebäude.

"Bis zum neuen Schuljahr wird alles komplett fertig sein, auch die Außenanlagen", versprach gestern bei einem kleinen Baustellenrundgang Albrecht Herrmann, Projektleiter vom Hochbauamt. Immerhin seien 25 verschiedene Firmen zeitgleich auf dem Areal zugange gewesen. Der zweiteilige Altbau wird nach allen Regeln des Denkmalschutzes saniert. Die hölzernen Garderoben auf den Fluren beispielsweise sind wieder aufgearbeitet worden, verlieren aber ihre Funktion. Auch die Jung- und Thälmann-Pioniere mit ihren blauen und roten Halstüchern schauen noch immer recht kämpferisch von ihrem Wandbild herab.

Der Altbau beherbergt künftig etwa 25 Klassenzimmer, Kunst- und Musikräume und im Kellergeschoss die Werkenräume. In den hell gehaltenen Zimmern setzen unter anderem grüne Stühle Farbtupfer. Eine Entscheidung, in die die Schüler einbezogen worden sind, wie Frank Kunkler vom Architekturbüro Code Unique betont. Im Altbau werden sie zudem die Schulbibliothek, einen Theater- und einen Bandprobenraum zur Verfügung haben.

Über Verbinder aus Glas, Stahl und Beton erreichen die Gymnasiasten künftig trockenen Fußes den Neubau. Er nimmt 30 Klassenräume und sämtliche Fachkabinette auf. Dorthin wird auch der Eingangsbereich verlegt. An das weiträumige Foyer schließen sich - abgetrennt durch Glaswände - der Speiseraum mit 500 Plätzen, die Ausgabeküche und eine Terrasse mit Vordach an.

Eine echte Herausforderung war der begehbare Mischwasserkanal mit knapp zwei Metern Durchmesser, der quer über das Schulgrundstück Richtung Elbe verlief. "Bevor die Bauarbeiter überhaupt loslegen konnten, mussten wir ihn umverlegen, weil er nicht unter Gebäuden entlangführen darf", berichtet Projektleiter Herrmann.

Die neue Dreifeldsporthalle verfügt Architekt Kunkler zufolge über sechs Umkleiden, Duschen und 60 Zuschauerplätze. Es gibt zudem eine 100-Meter-Laufbahn, ein Kleinspielfeld und eine Weitsprung- sowie eine Kugelstoßanlage. Nur das alte Pflaster aus DDR-Zeiten wird das standhafte Arbeiterpaar von seinem Sockel aus vermutlich wiedererkannt haben: "Wir haben die Steine auf dem Hof vor der Sanierung aufgesammelt und jetzt genau wieder so hingesetzt, wie sie waren", berichtet Projektleiter Herrmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.06.2014

Richter, Katrin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bildung
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.