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Mangelnde Finanzierung: Dresdner Schulbüchereien droht Schließung

Mangelnde Finanzierung: Dresdner Schulbüchereien droht Schließung

In Dresden wurden in den vergangenen Jahren viele Schulen saniert und dabei oft auch gut ausgestattet. Auch die Schulbibliotheken profitierten davon. Allerdings blieben die Fragen ihrer laufenden Finanzierung und Betreuung „völlig unberücksichtigt“, sagt Simone Balsam, Schulbibliothekarin des Romain-Rolland-Gymnasiums (RoRo).

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Archivbild

Quelle: Julia Tonne

Sie gehört einer Arbeitsgruppe aus zehn Vertretern der Dresdner Schulbibliotheken an, die die Situation der Büchereien verbessern wollen. „Die Öffnung der Bibliotheken ist oft nur durch das Engagement von Freiwilligen, Eltern und Bürgerarbeitern möglich“, betont Balsam. Die Bibliotheksbetreuung vieler Schulen wird durch das nahende Ende der vom „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) und vom Bund geförderten Bürgerarbeit nun grundlegend gefährdet.

„Momentan findet jede Schule ihren eigenen Weg, um gegen den Personalmangel anzukommen“, sagt Balsam, die zusammen mit einem Bürgerarbeiter die RoRo-Bibliothek betreut. Ihre eigene Stelle wird über einen freiwilligen Elternbeitrag finanziert, den das RoRo eingeführt hat. In Bühlau basiert die Öffnung der Bibliothek auf freiwilliger Basis unter anderem der Eltern. Im Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium arbeitet nur eine Bürgerarbeiterin, Ewa Hamann. Ihr Vertrag läuft Ende August aus. Wenn sie nicht bleiben kann, wird sie arbeitslos sein. Die Bibliothek würde geschlossen. „Was schade wäre, weil sie in den Pausen und nach dem Unterricht rege benutzt wird. Bei Hochbetrieb sind hier 30 bis 40 Kinder auf einmal“, betont Hamann.

Um auf die prekären Verhältnisse aufmerksam zu machen, haben die Vertreter der Schulbibliotheken Ende 2013 an Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) geschrieben. Sie fordern von der Stadt die Übernahme der Personalkosten und die Schulung der Mitarbeiter, wie es in Leipzig praktiziert wird.

Die Stadt lehnt dies kategorisch ab. Balsam und ihre Mitstreiter sind damit natürlich nicht zufrieden. Sie wollen nicht weiter improvisieren müssen. „In der Schule braucht man jemanden, der langfristig verantwortlich ist und sich auskennt. Auch für das Vertrauen und die Beratung der Schüler ist das ganz wichtig“, so Balsam.

Einen Teilerfolg haben sie und ihre Mitstreiter schon errungen: Ihre Bedenken werden im nächsten Dresdner Bildungsbericht veröffentlicht, der im Herbst erscheinen soll.

Lara Schech

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