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Lehrerstreik in Dresden und Umgebung: Pädagogen fordern frischen Wind

Lehrerstreik in Dresden und Umgebung: Pädagogen fordern frischen Wind

Dresden. „Wir lassen nicht locker“ - Das demonstrierten sächsische Lehrer am Mittwoch erneut im Rahmen einer ganztägigen Arbeitsniederlegung in Dresden.

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Rund 3000 Pädagogen versammelten sich zu einer Kundgebung auf dem Dresdner Schützenplatz.

Quelle: Christin Grödel

Nach Veranstalterangaben hatten sich rund 3000 Pädagogen auf den Schützenplatz begeben, um für Demografietarifverhandlungen und bessere Altersteilzeitregelungen zu kämpfen. „Das hier ist erst der Auftakt, ein Vorgeschmack auf weitere Aktionen“, sagte der Dresdner Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Jürgen Thamm, unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer. Insgesamt 5.000 Lehrer aus Dresden und dem Umland beteiligten sich am Warnstreik

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Rund 3000 Lehrer nahmen an der Kundgebung in Dresden teil.

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Unter ihnen befand sich auch Steffen Krätzschmer, Lehrer an der 88. Mittelschule in Dresden. Er nahm an der Kundgebung teil, um seinen Respekt vor älteren Kollegen auszudrücken. „Der Anteil von älteren Lehrern ist an unserer Schule relativ hoch. Die Qualität des Unterrichts hängt aber von der Verjüngung des Kollegiums ab“, so Krätzschmer. Teilweise arbeitet er mit jungen Studenten zusammen, die ihr Praktikum an der Schule ableisten und frischen Wind verbreiten: „Das ist eine angenehme Sache und gefällt auch den Schülern“. Dennoch solle man mit den Kollegen, die lange gearbeitet haben, respektvoll umgehen. Den Unterrichtsausfall an der 88. Mittelschule schätzt Krätzschmer aber als moderat ein.

Ganz anderes haben da Jacqueline Schlaubitz und Anke Wohlfahrt zu berichten. Die beiden unterrichten am Dresdner Förderzentrum für Hörgeschädigte und haben täglich mit Unterrichtsausfall zu kämpfen. Sie haben erlebt, dass Kollegen aus ihrem Ruhestand zurückgeholt wurden, um das Problem der Fehlstunden zu beseitigen. Wenn auch mit mäßigem Erfolg: „Die Menge des Ausfalls hat sich etwas reduziert. Aber wir starten jedes Schuljahr mit einer Personalzuweisung, die den Unterricht nicht abdeckt. Ausfall ist also planmäßig“, erklärte Wohlfahrt. Eine volle Stelle fehle mindestens.

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Unterstützt wurden die Lehrer auch von der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

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„Außerdem gibt es – und das sieht man ja auch auf dieser Kundgebung – nur ganz wenige Lehrer unter 50 Jahren an unserer Schule“, fügte ihre Kollegin Jacqueline hinzu. Sie persönlich kann sich nur schwer vorstellen, diesen Beruf bis zum 67. Lebensjahr ausüben zu können – gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass sie mit behinderten, teils schwerbehinderten Kindern arbeitet. Man könne die älteren Kollegen zwar zwingen, im System zu bleiben, durch den höheren Krankheitsstand sei aber auch das kein Gewinn. „Letztlich brauchen wir aber nicht nur mehr jüngere Lehrer, sondern generell mehr Stellen“, beschrieb Schlaubitz die Situation.

Zu dem Lehrerstreik hatte der Sächsische Lehrerverband (SLV) und die Lehrergewerkschaft GEW aufgerufen. Er wird am Donnerstag in Chemnitz sowie am Freitag in Leipzig, Bautzen, Görlitz, Plauen und Zwickau fortgesetzt.

Christin Grödel

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