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Lehrermangel: Sachsens Elternvertreter schlagen Alarm und planen Protest am 8. Juli

Lehrermangel: Sachsens Elternvertreter schlagen Alarm und planen Protest am 8. Juli

Zu Protestaktionen gegen den Lehrermangel haben die Kreiselternräte (KER) aus Dresden, Meißen und dem Landkreis Sächsische Schweiz / Osterzgebirge für den kommenden Dienstag, 8. Juli, aufgerufen.

Die Bildungsagentur verweist darauf, dass die Einstellung junger Lehrer auf Hochtouren laufe, aber erst drei Viertel der sachsenweit 415 neuen Lehrkräfte ihren Vertrag unterschrieben hätten. Die Vereinigung der Gymnasialdirektoren Sachsens geht davon aus, dass viele Lehrerstellen noch immer nicht besetzt sind.

"Die Personalsituation ist an vielen Schulen unbefriedigend bzw. gar nicht gelöst und die Unsicherheit unter den Eltern groß", erklärte Dresdens KER-Vorsitzende Annett Grundmann. Die Elternvertreter fordern Eltern, Schüler und Lehrer zu Plakataktionen sowie stillen Protesten in ihren Schulen auf und laden am 8. Juli für 16 Uhr zu einem Flashmob rings um das Kultusministerium ein.

"Nach dem, was uns die Kollegen aus den Gymnasien berichten, kann zum jetzigen Zeitpunkt von einem geordneten Schuljahresbeginn nicht die Rede sein", sagte Armin Asper, Vorsitzender der Vereinigung der Gymnasialdirektoren Sachsens. Drei Wochen vor den Sommerferien seien viele Stellen nach wie vor unbesetzt. Weil die Angebote an die jungen Absolventen erst sehr spät verschickt worden seien, gebe es jetzt offensichtlich Absagen in Größenordnungen, weil die möglichen Kandidaten bereits eine Anstellung in anderen Bundesländern gefunden haben.

"Das Einstellungsverfahren läuft auf Hochtouren", beteuerte Katrin Reis, Sprecherin der Bildungsagentur, Regionalstelle Dresden, auf DNN-Nachfrage. Sachsenweit 415 Lehrkräfte, davon 108 im Großraum Dresden, könnten zum 1. August an den allgemein- und berufsbildenden Schulen unbefristet eingestellt werden. 1780 Bewerber gebe es. "Aktuell sind für die 415 unbefristeten Stellen Angebote unterbreitet worden, von denen mehr als 75 Prozent unterschrieben sind", erklärte Reis weiter. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass es noch immer sachsenweit 104 vakante Stellen gibt. Ende der Woche, so die Sprecherin, starte das Verfahren der befristeten Einstellung. Insgesamt 360 Absolventen würden befristet bis 31. Juli 2015 eingestellt, 90 davon im Großraum Dresden.

"Die zwischenzeitlich geplanten, sehr straffen Klassenbildungen, die auch Klassenzusammenlegungen und Umlenkungen an andere Schulen in großem Ausmaß zur Folge gehabt hätten, sind vom Tisch", sagte Béla Bélafi, Direktor der Sächsischen Bildungsagentur. Er geht davon aus, dass "das neue Schuljahr geordnet und bedarfsgerecht vorbereitet werden kann".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.07.2014

Katrin Richter

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