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Lehrer und Erzieher protestieren in Dresden – heftige Kritik am Bildungspaket

Lehrer und Erzieher protestieren in Dresden – heftige Kritik am Bildungspaket

Gewerkschaften und Lehrer sowie Kita-Erzieher wollen am Mittwochnachmittag in Dresden auf die Straße gehen. Während Erzieher, Eltern und Kinder von 15 bis 17 Uhr vor dem Landtag für eine bessere Betreuungsquote in sächsischen Kitas protestieren, wollen die Lehrer vor dem Finanzministerium demonstrativ das von CDU und FDP geschnürte Bildungspaket 2020 wieder zurückgeben.

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Die Proteste gegen die Schulpolitik in Sachsen reißen nicht ab.

Quelle: Stephan Lohse
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Rund 1000 Schüler, Lehrer und Eltern demonstrierten am Mittwochnachmittag in Dresden für eine Reform des sächsischen Bildungssystems. Lehrermangel, Unterrichtsausfall und übervollen Klassen sagen sie den Kampf an.

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Im Anschluss soll dem Parlament ein neues Paket mit Wünschen und Vorschlägen vor den Landtag gestellt werden. Dort wird bereits am Vormittag über Einschnitte bei den Berufsfachschulen debattiert. Das Thema Bildung bestimmt derzeit die politische Debatte in Sachsen. Nach dem Rücktritt von Kultusminister Roland Wöller (CDU) Ende März hören die Proteste auch unter seiner Nachfolgerin Brunhild Kurth (parteilos) nicht auf.

Die Gewerkschaften werfen der CDU/FDP-Koalition vor, das wahre Ausmaß der Personalnot an den Schulen herunterzuspielen und das Problem zu verkleistern. Das Bildungspaket enthalte nur heiße Luft, lautet der Vorwurf. Kritiker des Bildungspaketes sehen in ihm auch deshalb eine Mogelpackung, weil „Zahlenspielereien“ die Übersicht erschweren. Nach Angaben der Gewerkschaften wurden planmäßig 583 Lehrerstellen an den Schulen abgebaut, bevor das Paket überhaupt wirksam werden kann. Tatsächlich werde keine Stelle neu geschaffen. Der Landeschef des Philologenverbandes, Frank Haubitz, rechnet schon am Anfang des neuen Schuljahres mit einem „Crash“.

Kurth selbst sah das am Dienstag bei weitem nicht so pessimistisch. „Für mich steht die gute Vorbereitung des Schuljahres an oberster Stelle“, sagte sie bei der wöchentlichen Pressekonferenz des Kabinetts. Sie spricht vom größten Einstellungsprogramm der vergangenen zehn Jahre und hält das kommende Schuljahr ganz anders als die Opposition im Landtag für „gesichert“. Dass es immer mal wieder zu Unterrichtsausfall kommen kann, gehört für die frühere Lehrerin zur Realität. Die Grünen reagieren auf Durchhalteparolen genervt: „Bleibt uns diese schlechte Bildungspolitik noch länger erhalten, wird aus dem viel beschworenen Land der Ingenieure ein Land ohne Zukunft“, erklärte die sächsische Grünen-Chefin Claudia Maicher.

Auch beim Thema Kitas schneide Sachsen schlecht ab. Ein schlecht bezahlter Erzieher müsse sich um bis zu 13 Kinder kümmern. Eine Quote von 1:10 sei nötig, fordern die Grünen. „Wir brauchen ein belastbares und langfristiges Finanzkonzept, eine reformierte Lehramtsausbildung, die sich nicht an der Schulart sondern am Alter orientiert und eine gerechte Entlohnung für alle Pädagogen. Und wir brauchen endlich eine Regierung, die die Prioritäten richtig setzt“, so Malcher.

dpa / sl

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