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Lehrer in Sachsen schließen weitere Streiks auch nach Tarifabschluss nicht aus

Lehrer in Sachsen schließen weitere Streiks auch nach Tarifabschluss nicht aus

Nach dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) weitere Streiks in Sachsen nicht ausgeschlossen.

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Tausende Lehrer aus Dresden (Archiv)

Quelle: Julia Vollmer

„Nicht in den nächsten zwei Wochen, aber im Laufe des Jahres ist damit zu rechnen“, sagte Sachsens GEW-Vorsitzende Ursula-Marlen Kruse am Montag. Es brauche nun eine neue Streik-Strategie. „Die will gut geplant sein.“

Bilder der letzten Streikkundgebung in Leipzig:

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Rund 27.000 Lehrer aus Mitteldeutschland haben sich am Dienstag zur zentralen Streikkundgebung auf dem Leipziger Augustusplatz versammelt.

Zur Bildergalerie

Von dem Tarifabschluss zeigte sich die GEW „sehr enttäuscht“, weil es keine tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrer und damit keine Annäherung an die verbeamteten Kollegen gebe. Laut Kruse lehnt die GEW den Tarifabschluss daher ab. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich am Sonnabend darauf geeinigt, die Entgelte für die Tarifbeschäftigten um 2,1 Prozent rückwirkend zum 1. März 2015 zu erhöhen und um 2,3 Prozent zum 1. März 2016.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Sachsen forderte die Landesregierung auf, die Tariferhöhung für die Angestellten der Länder ohne Abstriche auf die Beamten zu übertragen. „Es wäre ein deutliches Signal der Wertschätzung für die Arbeit der Beamten im Freistaat, wenn jetzt nicht lange geprüft wird, sondern ein schnelles Signal kommt“, sagte DGB-Vize Markus Schlimbach am Montag.

Der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder müsse zeit- und inhaltsgleich auf die rund 34 000 Beamten des Landes übertragen werden, hieß es. Auch der Landesverband der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) forderte eine vollständige Übernahme. Der Sächsische Beamtenbund betrachtet den Abschluss als „verantwortbaren Kompromiss“. Nun müsse schnellstens ein Anpassungsgesetz zur Übertragung auf die Beamten im Freistaat her, sagte der Vorsitzende Gerhard Pöschmann. Nach Angaben des Finanzministeriums wird derzeit über die Übernahme beraten.

„Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagte ein Sprecher. Allein der Tarifabschluss für die Angestellten der Länder kostet das Land nach eigenen Angaben etwa 140 Millionen Euro. Eltern in Sachsen müssen sich in dieser Woche auf Warnstreiks in den kommunalen Kitas und Horten einstellen: Am Dienstag legen Erzieher in zahlreichen Einrichtungen in Leipzig die Arbeit nieder, am Donnerstag voraussichtlich in Dresden. Hintergrund sind die aktuellen  Tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst. Die Erzieher fordern unter anderem eine bessere Eingruppierung. Das würde im Durchschnitt auf eine Einkommenserhöhung von rund zehn Prozent hinauslaufen.

dpa

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