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Kurth: Unterricht trotz Lehrermangel abgesichert – GEW warnt vor dünner Personaldecke

Kurth: Unterricht trotz Lehrermangel abgesichert – GEW warnt vor dünner Personaldecke

Der Unterricht im kommenden Schuljahr ist trotz Lehrermangel abgesichert. Das gab Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) am Donnerstag bekannt. „Wir haben bei den Planungen Einschnitte vornehmen müssen“, so die Ministerin.

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Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos).

Quelle: Andreas Döring

So würden teils größere Klassen gebildet und Referendare müssten künftig zwölf statt acht Stunden pro Woche Unterricht erteilen. Neben den bereits erfolgten Neueinstellungen für ausscheidende Pädagogen solle ein zunächst bis Ende des Jahres befristeter Pool mit 200 Vertretungslehrern helfen, Unterrichtsausfall zu begrenzen.

Die Zahl der Schüler soll an den rund 1750 öffentlichen und freien Schulen in Sachsen leicht ansteigen. Im Vorjahr lernten 433.884 Schüler in Sachsen. An den öffentlichen Schulen sei mit einem Anstieg um rund 4.000 Schüler auf rund 378.000 zu rechnen, so das Ministerium. Aufgrund steigender Schülerzahlen wurden die Lehrerstellen zum neuen Schuljahr um 257 auf 27.488 erhöht.

Sabine Gerold von der der Bildungsgewerkschaft GEW warnt vor einer Verschlechterung der Personalsituation, wenn die Schülerzahlen weiter wachsen. „In den Ballungsgebieten, insbesondere auch in den Städten Dresden und Leipzig, wird die zu dünne Personaldecke vor allem durch größere Klassen und die Reduzierung des Bildungsangebotes kompensiert“, so Gerold. Die Gewerkschafterin weist darauf hin, dass der sogenannte Ergänzungsbereich für Krankenvertretung und außerunterrichtliche schulische Angebote wie Arbeitsgemeinschaften und Chöre bereits jetzt drastisch reduziert wurde. „An all diesen Maßnahmen kann man ablesen, dass die Personalausstattung der Schulen - also die im Haushaltsplan des Freistaates Sachsen vorgesehene Zahl von Lehrerstellen, die dauerhaft besetzt werden können - zu eng bemessen ist. Das ist reine Flickschusterei, die sicher der qualitativen Schulentwicklung wenig dienlich ist“, ärgert sich Gerold.

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2013/14 in Sachsen wird aus der bisherigen Mittelschule die Oberschule. „Mit der Oberschule ist eine bessere individuelle Förderung und Berufsorientierung der Schüler sowie eine stärkere Leistungsorientierung verbunden. Das ist für mich eine deutliche Stärkung des zweiten Weges zum Abitur“, so Kultusministerin Brunhild Kurth. Die Oberschüler sollen ab der 5. Klasse in Leistungsgruppen eine besondere Förderung bekommen. Diese spezielle Förderung kann zum Beispiel in Deutsch, Mathematik, Englisch, aber auch in ganz anderer Form etwa als Methodentraining erfolgen. Jede Schule konzipiert ihr eigenes Unterstützungsangebot.

An jeder der 281 öffentlichen Oberschulen in Sachsen soll eine zweite Fremdsprache angeboten werden. Bisher war das nur bei etwa zwei Drittel der Schulen der Fall. Ab dem neuen Schuljahr können die Schüler die zweite Fremdsprache in drei statt bisher in zwei Wochenstunden erlernen. Damit soll nach Angaben des Kultusministeriums der Übergang nach Klassenstufe 6 an das Gymnasium erleichtert werden.

Für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention will das Kultusministerium die Inklusion in einer weiteren Modellregion erproben. Neben den Modellregionen Bobritzsch-Hilbersdorf (Landkreis Mittelsachsen) und Oelsnitz im Vogtland soll es auch einen Schulversuch in der Region Leipzig geben. Der bisherige Modellstandort Moritzburg soll zur Modellregion Radebeul-Moritzburg ausgebaut werden. „Auf diesem Wege wollen wir eine ganze Reihe von Erfahrungen sammeln. In den Modellregionen werden Maßnahmen zur optimalen Förderung von behinderten Kindern und Jugendlichen entwickelt. Wir erproben die lernzieldifferente Integration in der Sekundarstufe I und wir bauen regionale Kooperationsstrukturen von Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen auf. Die Erfahrungen, die wir dabei machen, werden uns helfen, schrittweise und mit Augenmaß den Inklusionsgedanken in ganz Sachsen Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Kurth.

Julia Vollmer

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