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Kritik am Entwurf für Dresdner Schulnetzplan: „Enttäuschend“

CDU und FDP fordern Gymnasium für Prohlis Kritik am Entwurf für Dresdner Schulnetzplan: „Enttäuschend“

Der von Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) vorgestellte Entwurf des Schulnetzplanes ist auf heftige Kritik gestoßen. „Ich bin enttäuscht“, erklärte zum Beispiel Heike Ahnert, bildungspolitische Sprecherin der CDU. Der Plan beantworte die entscheidenden Fragen nicht.

Der von Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) vorgestellte Entwurf des Schulnetzplanes ist auf heftige Kritik gestoßen.

Quelle: Archiv

Dresden. Der von Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) vorgestellte Entwurf des Schulnetzplanes ist auf heftige Kritik gestoßen. „Ich bin enttäuscht“, erklärte Heike Ahnert, bildungspolitische Sprecherin der CDU. Der Plan beantworte die entscheidenden Fragen nicht. „Wenn ich nicht weiß, wo ich im Dresdner Osten ein Gymnasium und eine Oberschule errichten will, habe ich kein tragfähiges Konzept“, findet Ahnert und zieht das Fazit: „Die Verwaltung macht, was sie will.“

Die Bemerkung von Lames, wer den Plan ändern wolle, müsse andere Vorschläge unterbreiten, findet die Bildungspolitikerin ausgesprochen ärgerlich. „Ich bin ehrenamtliche Stadträtin. Meine Aufgabe ist es nicht, der Verwaltung Vorschläge zu unterbreiten. Sondern der Verwaltung Aufträge zu erteilen.“ Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit habe das Gymnasium Prohlis aufgegeben und wolle nun in Gorbitz ein Gymnasium einrichten. „Warum das dann im Gegensatz zu Prohlis funktionieren soll, erschließt sich mir nicht.“ Sie verstehe Schulleiter Lars Kluger, dessen Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft von Gorbitz nach Prohlis in die Boxberger Straße umziehen soll. „Den Ärger kann ich nachvollziehen. Es war anders abgesprochen.“

Kluger bezeichnete die Pläne der Verwaltung mit dem Berufsschulzentrum als „Wunschdenken ohne Kapazitätsberechnung“. Die Verlagerung seiner Schule und die von der Verwaltung angestrebte Gründung eines Beruflichen Gymnasiums am Standort Boxberger Straße in Prohlis werde an den Raumkapazitäten scheitern, so der Schulleiter. Laut Schulbauleitlinie sollten Klassenräume von weiterführenden Schulen 70 Quadratmeter groß sein. „In Prohlis müssten sich 28 erwachsene Berufsschüler in Klassenräume mit 50 Quadratmetern quetschen.“ Kluger kündigte Widerstand gegen den „Zwangsumzug“ an.

Jens Genschmar (FDP) kritisierte den Verzicht auf ein allgemeinbildendes Gymnasium in Prohlis. Es sei stadtpolitisch nicht nachvollziehbar, in Striesen und Blasewitz nach Standorten für ein Gymnasium zu suchen und Prohlis außen vor zu lassen, so Genschmar.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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