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Kreiselternratsvorsitzende: Zahlreiche Einwendungen gegen Dresdner Haushaltsentwurf

Kreiselternratsvorsitzende: Zahlreiche Einwendungen gegen Dresdner Haushaltsentwurf

Der Entwurf des neuen Doppelhaushalts sieht für mindestens 13 Schulen weniger Sanierungsgelder vor als zunächst versprochen. Dagegen legen Elternvertreter Widerspruch ein.

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Annett Grundmann, Stadträtin der CDU und Vorsitzende des Kreiselternrates.

Quelle: PR

DNN sprachen mit Kreiselternratsvorsitzender Annett Grundmann.

Bis Mittwoch war Zeit, gegen den Entwurf des Doppelhaushalts Einspruch zu erheben. Eltern welcher Schulen legen Widerspruch ein?

Ich habe bislang Rückmeldungen aus 13 Schulen. Den Eltern geht es vor allem um die Sanierung der Schulen, für die es nun doch keine Gelder geben soll. Ein paar Beispiele: Das Gymnasium Cotta bekommt keine Mittel für den Umbau der alten Turnhalle zur Aula. Den Schülern der

46. Oberschule war der Umzug in einen komplett sanierten Plattenbau versprochen worden. Davon ist jetzt keine Rede mehr. Die Kinder der 10. Grundschule mit sportlichem Profil sollen nun doch keine eigene Sporthalle bekommen. Mehr oder minder gekürzt worden sind die Gelder für das Dreikönigsgymnasium, die 15., 30., 49. und 68. Grundschule. Und noch ein anderes Thema bewegt viele Eltern: Sie fordern deutlich mehr Mittel für Schulsozialarbeiter – vor allem an den Grundschulen.

Handelt es sich dabei um Schulen in Problemvierteln wie Prohlis und Gorbitz?

Ja, aber nicht ausschließlich. Auch Schulen in Cotta und Striesen gehören dazu. Die Schulen signalisieren uns, dass sie dringend einen Schulsozialarbeiter brauchen. Manchmal berichten sie auch von Gewalt unter den Kindern. Die 37. und die 139. Grundschule haben wir als Kreiselternrat das gesamte Jahr über begleitet, weil es immer wieder Vorfälle gab.

Woran liegt es, dass so viele Schulen in Sachen Sanierung hinten runter fallen?

Aus unserer Sicht muss die Stadt immense Kosten aufbringen, um überhaupt alle Schüler unterbringen zu können. Die Schulen sind alle voll. 28 und mehr Schüler sitzen in einer Klasse. Viele Gymnasien sind für vier Züge gebaut, nehmen aber jetzt schon fünf Parallelklassen auf. Mehr Integrationskinder müssen untergebracht werden, weil es Eltern einfordern. Und wir gehen davon aus, dass in den kommenden fünf, sechs Jahren noch mehr Kinder in die Schule kommen. Das Uniklinikum hat ja bekanntgegeben, dass es auch dieses Jahr wieder auf einen Geburtenrekord zusteuert. Und dann schlucken die geplanten Neubauten, vor allem der Doppelstandort in Tolkewitz und der neue Schulstandort in Pieschen, immens viel Geld. Mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr gibt die Stadt für Schulen aus.

Das ist viel...

Ja, es relativiert sich aber wieder, wenn man bedenkt, dass allein Tolkewitz etwa 60 Millionen Euro kostet.

Was fordern die Elternvertreter?

Die Schulen, die eine Sanierung dringend brauchen, dürfen jetzt nicht ins Hintertreffen geraten. Das rächt sich. Was passiert, wenn eine dieser Schulen gesperrt werden muss? Ich erinnere nur an den Brocken Putz, der im Gymnasium Plauen von der Decke in den Klassenraum gekracht ist. Dann hat die Stadt ein noch größeres Problem – nicht nur, weil die Sicherheit der Kinder gefährdet ist, sondern auch, weil es keine Ausweichschulen mehr gibt.

Aber woher soll das Geld kommen?

Das ist eine Frage, welche Prioritäten man setzt. Die Stadt steckt auch viel Geld in Kulturbauten. Wir sagen: Ins Theater gehen nur Kinder, die gebildet sind. Und dafür braucht es gleichermaßen gute und eben auch sanierte Schulen.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben die Eltern gebeten, die Einwände an die Stadt und an uns zu schicken. Wir wollen uns an die Fraktionen wenden. Der Stadtrat muss ja Ende des Jahres entscheiden. Außerdem werden wir gemeinsam mit dem Landeselternrat an den Freistaat herantreten. Wir wollen erreichen, dass wachsenden Städten wie Leipzig und Dresden beispielsweise mit mehr Fördermitteln geholfen wird.

Katrin Richter

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