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Kinderuni verabschiedet sich in die Sommerpause

Letzte Vorlesung Kinderuni verabschiedet sich in die Sommerpause

Wozu gibt es eigentlich diese geriffelten Bodenplatten an den Straßenbahnhaltestellen? Warum machen Ampeln Geräusche und seit wann sind Rollstuhlrampen an öffentlichen Gebäuden Pflicht? Die Antworten darauf gab es am Dienstag einer liebevoll gestalteten Vorlesung bei der Kinder-Uni.

Knapp 500 Mini-Studenten besuchten am Dienstagabend die letzte Vorlesung der Kinder-Uni.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Wozu gibt es eigentlich diese geriffelten Bodenplatten an den Straßenbahnhaltestellen? Warum machen Ampeln Geräusche und seit wann sind Rollstuhlrampen an öffentlichen Gebäuden Pflicht? Die Antworten darauf gab es am Dienstag in einer liebevoll gestalteten Vorlesung bei der Kinder-Uni – die letzte für dieses Semester.

Nachdem in der vergangenen Vorlesung Gedächtnisweltmeister Johannes Mallow für Begeisterung gesorgt hatte, ging es am Dienstagabend um das Thema „Kann Treppensteigen schwierig sein? Wie man mit Rollstuhl, Blindenstock oder Kinderwagen durch den Alltag kommt“, was sich als mindestens genauso spannend herausstellte. TU-Architekturprofessorin Gesine Marquardt traf den Nerv der Kinder und überzeugte sie mit Videos, praktischen Beispielen und leicht verständlichen Erklärungen, ganz im Stile einer „echten“ Vorlesung.

Zuerst gab sie den Jungstudenten einen Einblick, auf welche Dinge man als Architekt bei der Konstruktion behindertengerechter Gebäude zu achten hat. Anschließend präsentierte sie mehrere kleine Filme über den Alltag mit Behinderungen. Gemeinsam mit ihren beiden Töchtern und zwei Freundinnen drehte die Professorin die Videos selber. In einem“Stadtspaziergang“ wurden Ampeln, Haltestellen, öffentliche Gebäude und sogar ein Supermarkt aus der Sicht eingeschränkter Menschen beleuchtet. Dafür nahmen die Mädchen in den Filmen selbst die Rolle auf dem Rollstuhl, hinter dem Blindenstock oder als eingeschränkter Senior ein.

Im Hörsaal konnten die kleinen Studenten dann direkt am Rollstuhl praktisch aktiv werden und beispielsweise selbst herausfinden, wie groß der Wendekreis ist. Außerdem brachte das Team um Professorin Marquardt auch noch einen so genannten „Alterssimulationsanzug“ mit, an dem die Kinder vor Ort teste konnten, wie man sich als stark eingeschränkter Mensch fühlt. Im Architekturstudium würden die Studenten in einigen Seminaren jeweils einen Tag mit diesem Anzug durch die Stadt geschickt, um ein Auge dafür zu entwickeln, wie man für die ältere Generation zu planen hat, erklärte die Professorin.

Mit dabei bei der letzten Vorlesung in diesem Jahr waren auch Jacob, Jule und Juliane aus der BIP-Kreativitätsgrundschule. Sie kommen seit drei Semestern in die Kinder-Uni und sind vollauf begeistert. Zudem war das Thema am Dienstagabend besonders spannend für die drei. “Der Dozent der letzten Vorlesung saß selbst in einem Rollstuhl. Ich finde das Thema passt jetzt sehr gut als Abschluss“, erzählt der 8-jährige Jacob.

Nach diesem Semester wollen die drei Grundschüler nun erst einmal eine Pause einlegen, um mehr Zeit für die Hausaufgaben zu haben. Am Ende der Vorlesung konnten sich die kleinen Studenten für ihre abgestempelten Karten und das Kinderdiplom des Sommersemesters 2016 im Foyer des Hörsaalzentrums T-Shirts und andere nützliche Gegenstände abholen. Die Anmeldung für das kommende Semester mit insgesamt vier Vorlesungen für Jungstudenten im Alter zwischen acht und zwölf Jahren beginnt ab dem 15. August und ist im Internet unter www.ku-dresden.de möglich. Erfahrungsgemäß sind die rund 500 freien Plätze sehr schnell vergeben.

Von Sebastian Burkhardt

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