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Kinder-Uni in Dresden startet detektivisch in das neue Semester

Erste Vorlesung für kleine Forscher Kinder-Uni in Dresden startet detektivisch in das neue Semester

Über 500 wissbegierige Jungstudenten tummelten sich am Dienstag im Großen Saal des Deutschen Hygiene-Museums, um der ersten Vorlesung des Sommersemesters der Kinder-Uni zu lauschen. Dort gingen die Kinder dem Beruf des Detektivs auf die Spur und nahmen deren Arbeit genauestens unter die Lupe.

Professorin Tanja Prokic nahm gemeinsam mit den Jungstudenten den Beruf des Detektivs unter die Lupe.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Ein beigefarbener Trenchcoat, ein schwarzer Hut, die obligatorische Pfeife und die unweigerliche Lupe – Professorin Tanja Prokic erschien passend zur ersten Vorlesung der Kinder-Uni im Detektivgewand. Zum Auftakt des Sommersemesters stand die Frage „Braucht die Wahrheit eigentlich einen Detektiv?“ auf dem Plan. 500 wissbegierige Jungstudenten tummelten sich im Großen Saal des Deutschen Hygiene-Museums, um der Geschichte des Geheimagenten auf die Spur zu gehen.

Der Vorplatz des Deutschen Hygiene-Museums wurde am Dienstag abermals zum Campus für Kinder von acht bis zwölf Jahren. Neben Erstsemestlern befanden sich auch zahlreiche „alte Hasen“ im Vorlesungssaal. Das Besondere daran: Eltern haben bei dem Projekt von der Technischen Universität und dem Deutschen Hygiene-Museum keinen Zutritt. Die jungen Studenten sind unter sich, für die Eltern werden die Vorlesungen in einem Nebenraum übertragen. Offizieller Medienpartner der Kinder-Uni sind die Dresdner Neuesten Nachrichten.

Die kleinen Studenten rutschten aufgeregt auf ihren Plätzen hin und her und konnten es kaum erwarten, die erste Professorin im neuen Semester mit lautem Fußgetrappel zu begrüßen. Tanja Prokic, Medienwissenschaftlerin am Institut für Germanistik der Technischen Universität, stellte die Jungforscher während der gesamten Vorlesung auf Detektivprobe und testete ihre Wahrnehmung. So erschien Moderator Frank Schmidt zur Einführung mit blau-rot gestreifter Krawatte, am Ende trug er eine schwarze. Das entging den kleinen Detektiven in spe natürlich nicht.

Ob Sherlock Holmes, Miss Marple oder die drei Fragezeichen – Detektive gibt es in allen Altersklassen. In der Vorlesung lernten die Kinder, wie dieser Beruf entstanden ist. So gab es bereits vor Jahrtausenden Philosophen, die ihre Existenz und die Welt infrage stellten. In der Zeit der Aufklärung wurden drei Arten von Wahrheit deklariert, die auch für die Detektivarbeit wichtig sind. So gibt es Dinge, die der Mensch glaubt, weil er sie selbst wahrgenommen hat, die er sich durch Nachdenken erschlossen hat oder die ihm jemand anderes gesagt hat. Irgendwo dazwischen oder in Kombination liegt die Wahrheit für den Detektiv, die er ans Licht bringen will.

Durch ein Videoexperiment sahen die kleinen Studenten, dass man als Geheimagent vor allem wachsam bleiben muss. Sie wurden aufgefordert, die Pässe von Spielern zu zählen, die verschiedene Farben trugen und durcheinander liefen. Emsig zählten die Kleinen mit. Was am Ende nur wenigen Hobbydetektiven auffiel: Während des Videos läuft ein verkleideter Gorilla zwischen den Spielern entlang. „Wenn man sich auf etwas zu sehr konzentriert, kann man andere Dinge verpassen“, erklärte die Professorin den staunenden Kindern.

Zum Ende der Vorlesung gab Prokic ihren Jungstudenten mit auf den Weg, dass vor allem die Kunst des Wartens, der Austausch mit anderen Menschen, die richtige Intuition und das unaufhörliche Nachforschen zu den wichtigsten Aufgaben eines Detektivs gehören. In den kommenden Vorlesungen im Sommersemester warten weitere spannende Themen auf die Jungstudenten.

Weitere Termine der Kinder-Uni:

26. April , Prof. Roland Biewald: „Woran glauben Kristin, Josua, Ali, Tuyet und all die anderen, wenn sie beten?“

24. Mai , Dipl.-Ing. Johannes Mallow: „Vergesslich? Wie bekomme ich den Spickzettel in meinen Kopf?“

7. Juni , Prof. Gesine Marquardt: „Kann Treppensteigen schwierig sein? Wie man mit Rollstuhl, Blindenstock oder Kinderwagen durch den Alltag kommt.“

Von Juliane Just

Dresden, Lingnerplatz 1 51.04453 13.74713
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