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Keine verwaisten Schulen trotz Lehrerstreik in Dresden

Keine verwaisten Schulen trotz Lehrerstreik in Dresden

Des einen Freud, des anderen Leid: Während jeder zweite Lehrer in Dresden am Mittwoch seine Arbeit niederlegte, um für bessere Altersteilzeitregelungen zu protestieren, bedeutete dies nicht für alle Schüler ganztägiger Freizeitgenuss.

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In der Dreikönigsschule stand Unterricht auf dem Programm.

Quelle: Christin Grödel

Die Gewerkschaften hatten Eltern zwar dazu aufgerufen, ihre Kinder Zuhause zu lassen, die Bildungsagentur sah dies allerdings anders. Sie berief sich auf die Schulpflicht und merkte an, dass eine Schule auch im Streikfall ihrer Aufsichts- und Betreuungspflicht nachkommen müsse.

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Jeder zweite Dresdner Lehrer beteiligte sich am Mittwoch am Streik.

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In der 26. Grundschule in Dresden-Pieschen nahm man diese Pflicht am Mittwoch auch ernst. Obwohl sich acht Lehrer und damit 50 Prozent des Kollegiums an der Arbeitsniederlegung beteiligten, war für die Betreuung der Kinder gesorgt. Etwa 60 von 286 Schülern fanden sich wie gewohnt am Morgen in der Schule ein. „Mit einigen gehen wir in die Sporthalle, in die Lernwerkstatt oder in die Bibliothek. Andere können Basteln oder sich im Computerraum vergnügen“, erklärte die amtierende Schulleiterin Petra Koschwitz. Und bei dem schönen Wetter stand auch ein Ausflug nach draußen auf dem Programm. Dafür, dass sich ihre halbe Belegschaft für einen Streik entschieden hat, hat die Schulleiterin Verständnis: „Die Angestellten haben ihr Streikrecht. Natürlich können sie das auch wahrnehmen.“

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Unterstützt wurden die Lehrer auch von der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

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Rund 3000 Lehrer nahmen an der Kundgebung in Dresden teil.

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In der Dreikönigsschule in der Neustadt sah es hingegen schon mehr nach regulärem Unterricht aus. „Besonders in der Sekundarstufe II versuchen wir, nichts ausfallen zu lassen“, berichtete die stellvertretende Schulleiterin Sylke Paschold. Obwohl sich zwei Drittel der Belegschaft am Streik beteiligten, sei der Unterricht für die Klassen 11 und 12 notwendig. „Notwendig ist aber auch der Streik. Unsere Lehrer wägen deshalb ab“, so Paschold. Viele seien auch, nachdem sie zwei Stunden unterrichtet hätten, noch zur Kundgebung gegangen. In der Regel hätten die Eltern ihre Kinder aber Zuhause gelassen.

Christin Grödel

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