Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Jauchzet, frohlocket! DNN-Gespräch mit den Kruzianern Leander Lorenz und Victor Friebel

Jauchzet, frohlocket! DNN-Gespräch mit den Kruzianern Leander Lorenz und Victor Friebel

Mit der Weihnachtszeit ist für Leander Lorenz (11) und Victor Friebel (13) wieder eine ebenso anstrengende wie aufregende Zeit angebrochen. Weihnachtsoratorium, Christvesper, und Christmette - zahlreiche Auftritte haben die beiden Kruzianer bis zum Jahreswechsel zu absolvieren.

Frage: Heute Abend steht das Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche auf dem Programm. Seid ihr aufgeregt?

Leander: Nein. Es ist ja nicht das erste Mal. Ich kenne das Gefühl schon. In der 4. Klasse war ich noch ganz schön aufgeregt. Aber jetzt bin ich ja zwei Jahre älter.

Victor: Und ich gehe schon in die 7. Klasse. Ich bin höchstens gespannt, wenn wir ein neues Stück singen, was ich vorher noch nicht kannte.

Kommt ihr beide aus Dresden?

Leander: Ich wohne in Dresden und wollte eigentlich ins Alumnat. Aber das hat nicht geklappt, ich wohne zu nah dran. Schade, denn wenn ich im Alumnat wohnen könnte, wäre ich immer mit meinen Freunden zusammen und müsste meinen Eltern eine schlechte Zensur erst am Wochenende beichten.

Victor: Ich komme aus einem Dorf in der Nähe von Görlitz und wohne deshalb im Alumnat. Meine Mama kommt am Wochenende meistens nach Dresden, damit sie mich auch mal sieht. Manchmal, wenn ich am Sonntag beim Gottesdienst in der Kreuzkirche nicht auftrete, fahre ich auch nach Hause.

Was machen denn eure Eltern?

Victor: Sie sind Musiker. Meine Mama spielt Bratsche, mein Papa Klarinette.

Leander: Meine Mutter ist Psychotherapeutin, mein Vater arbeitet in einem Autohaus.

Wie seid ihr denn zum Kreuzchor gekommen?

Leander: Das war in der 1. Klasse. Es gibt eine Frau bei uns im Chor, die geht durch die Schulen und lässt die Kinder vorsingen. Wenn sie glaubt, dass die Stimmen gut sind, nimmt sie die Kinder mit. Man geht einmal pro Woche zum Theorieunterricht, dann gibt es eine Aufnahmeprüfung für die Vorbereitungsklasse und später noch eine. Erst dann ist man richtig im Chor.

Victor: Bei mir war es anders. Ich habe in der 3. Klasse mal im Musikunterricht "Der Mond ist aufgegangen" gehört und erst von meiner Lehrerin erfahren, dass das der Dresdner Kreuzchor war. Das Lied hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt mitsingen wollte. Also habe ich meine Eltern überredet. Und bin auch standhaft geblieben. Jetzt singe ich im 1. Sopran.

Wie sieht ein ganz normaler Tag bei euch aus?

Leander: Ich stehe 6.30 Uhr auf, fahre meistens mit dem Rad zur Schule, habe bis 13.20 Uhr Unterricht, esse bis 13.40 Uhr Mittag, hab' dann bis 13.55 Uhr Freizeit. Anschließend proben bis 15 Uhr die Alt-Stimmen. Also auch ich. Anschließend ist Stimmbildung oder Übezeit am Klavier. Und von 18 bis 18.45 Uhr findet die Chorprobe statt.

Seid ihr schon auf Tournee gewesen?

Leander: Also ich war schon in China und bin in Deutschland herumgereist.

Victor: Und ich letztes Jahr in Japan, außerdem in Tschechien, Österreich und Deutschland.

Bleibt da Zeit für Hobbys?

Leander: Doch, ja. Ich spiele Fußball. Montag und Mittwoch ist Knabentraining bis 20 Uhr. Wir spielen gegen die Thomaner aus Leipzig. Letztes Jahr haben wir 5:2 gewonnen.

Kannst du dich noch an deinen allerersten Auftritt erinnern?

Leander: Das war das Weihnachtsoratorium in der 3. Klasse. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich damals ein weißes Hemd mit einer schwarzen Fliege anhatte. Und als richtiger Kruzianer trage ich ja nun ein kurzärmliges weißes Hemd und darüber ein schwarzes Jackett ohne Kragen.

Was möchtest du mal werden?

Victor: Ich überlege immer noch zwischen Paläontologe und Archäologe.

Ich dachte, du willst irgendwas mit Musik machen?

Victor: Nee, nach der Schule mach' ich erst mal 'ne Pause von der Musik.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.12.2013

Richter, Katrin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bildung
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.