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Immer mehr Lehrlinge in Dresden wechseln den Ausbildungsplatz, um ihren Traumjob zu finden

Immer mehr Lehrlinge in Dresden wechseln den Ausbildungsplatz, um ihren Traumjob zu finden

Wer einen Betrieb hat und derzeit nach einem geeigneten Lehrling sucht, hat es nicht leicht. Denn qualifizierte Kandidaten sind nur schwer ausfindig zu machen. 843 Schulabgänger in Sachsen stehen derzeit noch ohne einen Ausbildungsplatz da.

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Brot und Brötchen an den Mann zu bringen, ist der Job von Azubi Georg Kloß (20). Doch auch das Schmieren von Brötchen und das Einräumen der Regale in aller Frühe gehört zu seinen Aufgaben.

Quelle: Hauke Heuer

Sie sind in der komfortablen Situation, sich eine Lehrstelle aus 1645 freien Stellen heraus picken zu können. Doch zum Leidwesen ihrer Meister bleiben die meisten frischgebackenen Lehrlinge ihren Betrieben nicht lange erhalten.

Jeder dritte Jugendliche in Sachsen hat, so die Handwerkskammer und die IHK, 2011 im ersten Lehrjahr seine Ausbildung wieder abgebrochen. Seit 2002 habe sich die Abbrecherquote fast verdoppelt. Die Gründe für diese Entwicklung lägen in dem Lehrstellenüberangebot. So würden viele Lehrlinge eher dazu neigen, eine sichere Lehrstelle aufzugeben und sich eine neue zu suchen als früher. Der Grund: Die Jugendlichen bräuchten keine Angst mehr zu haben, keine zweite Chance zu bekommen, sagt Lars Fiehler, der Sprecher der IHK Dresden.

Auch der Auszubildende Georg Kloß nutzte die Möglichkeit, noch einmal neu zu beginnen. Nach seinem Realschulabschluss begann er eine Bäckerlehre bei der Bäckerei Richter in Bühlau. Schnell merkte der heute 20-Jährige, dass er mit der Wahl seines Ausbildungsplatzes die falsche Entscheidung getroffen hatte. "Ich bin einfach handwerklich nicht sehr begabt und sehe meine Stärken eher in der Kommunikation mit Menschen. So entschied ich mich im zweiten Lehrjahr, die Reißleine zu ziehen", erzählt Kloß von seiner ersten Ausbildung.

Heute arbeitet er im zweiten Lehrjahr bei der Bäckerei Walther in Pie- schen und macht eine Ausbildung zum Bäckereifachverkäufer, was ihm wesentlich besser gefällt. "Jetzt habe ich die Möglichkeit, mit den Kunden in direkten Kontakt zu treten und meine Stärken auszuspielen", sagt Kloß, der auch in seiner Freizeit sehr wortgewandt ist und als "Secret G." seine eigene Rap-Musik aufnimmt.

Bäckermeister Matthias Walther ist mit seinem neuen Schützling sehr zufrieden. Dass Kloß schon einmal eine andere Lehre geschmissen hat, stört ihn dabei nicht im Geringsten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.11.2012

Hauke Heuer

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