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Hoga mit Hund: Freie Mittelschule in Dresden feiert am 14. Juli zehnjähriges Bestehen

Hoga mit Hund: Freie Mittelschule in Dresden feiert am 14. Juli zehnjähriges Bestehen

Paule kennt jeden Winkel der Hoga-Mittelschule. Kein Wunder: Seit sieben Jahren läuft der Mischlingshund ein und aus im Schulgebäude an der Zamenhofstraße in Leuben.

Von Katrin Richter

"Es gibt Schüler, die behaupten, dass sie eigentlich nur wegen Paule zu uns gekommen sind", sagt Liane Biehl mit einem Augenzwinkern. Sie leitet die Mittelschule seit ihrer Gründung vor zehn Jahren. Am Sonnabend, 14. Juli, gibt es zum Jubiläum ein großes Fest.

Bevor die Hoga Schloss Albrechtsberg im Sommer 2002 die Mittelschule aus der Taufe hob, betrieb sie bereits seit zehn Jahren Berufliche Schulen in Dresden. "Wir haben uns gefragt, woher wir Schüler bekommen sollen, wenn der Geburtenknick die Berufsschulen erreicht", erklärt Biehl. Damals habe es im Großen und Ganzen außer der Montessori- und der Waldorfschule keine weitere freie Mittelschule in Dresden gegeben. "Wir haben uns gegen einen reformpädagogischen Ansatz entschieden und uns bewusst am sächsischen Lehrplan orientiert", berichtet die Fachbereichsleiterin Mittelschule.

Angefangen hat Biehl mit zwei 5. Klassen à 21 Schüler in einem kleinen Gebäude in Alttolkewitz, das über nur sechs Unterrichtsräume verfügte. Das wurde schon ein Jahr später zu klein. Bereits zu diesem Zeitpunkt nämlich folgte das Hoga-Gymnasium mit zunächst einer 5. Klasse. Nach einer weiteren Interimslösung in Striesen entschieden sich die beiden Hoga-Geschäftsführerinnen Gudrun Lamm und Regina Kirschstein, zwei miteinander verbundene Plattenbauten vom Typ Dresden an der Zamenhofstraße auf Vordermann bringen zu lassen. 5,8 Millionen Euro kostete die Sanierung, 2005 war Umzug.

Heute nimmt die Hoga-Mittelschule drei 5. Klassen mit maximal 25 Kindern auf. 400 Schüler in 18 Klassen lernen jetzt dort. Am Gymnasium sind es mittlerweile fast 500. "In beiden Schularten kommen auf einen Platz zwei Bewerber", sagt Biehl. Bei den Kennenlerntagen in den Winterferien werde nicht so sehr auf die Zensuren, sondern nach der sozialen Kompetenz geschaut. "Und wir gönnen uns ein bis zwei Sorgenkinder pro Klasse", fügt sie hinzu. Das Schulgeld beträgt 81 Euro im Monat. Die Hoga verfügt im Übrigen über eine eigene Schulküche, in der jeden Tag frisch gekocht wird.

Leiterin Biel hebt die Durchlässigkeit zwischen Gymnasium und Mittelschule hervor. Nicht umsonst lernen die 5. bis 7. Klassen beider Schularten gemeinsam im Haus A, die 8. bis 12. Klassen im Haus B. "Im zweiten Halbjahr dürfen einige Fünftklässler aus der Mittelschule drei Wochen in den ,Gymi'-Klassen schnuppern", erklärt Liane Biehl. Die Folge: In diesem Jahr seien von den zwölf Kindern fünf ans Gymnasium gewechselt. Umgekehrt werden aus den drei 8. Klassen vier Gymnasiasten an die Mittelschule gehen. Auf eine weitere Zahl verweist die Leiterin: Mehr als die Hälfte der Realschulabgänger entscheiden sich entweder für eine Fachoberschule oder ein Berufliches Gymnasium. An anderen Schulen seien es nicht einmal 20 Prozent, so Biehl.

74 Lehrer unterrichten im kommenden Schuljahr an der Hoga. Altersdurchschnitt: 39 Jahre. "In den vergangenen Monaten haben sich allein 20 Referendare bei uns beworben", berichtet Biehl. Der Unterricht sei also abgesichert. Schulhund Paule wird das freilich wenig interessieren. Dann schon eher das: Die Klasse 8a will einen Schulzoo eröffnen - mit Kaninchen, Hühnern und einem Hahn...

Feier zum zehnjährigen Bestehen der Hoga-Mittelschule: Sonnabend, 14. Juli, 10.30 bis 16.30 Uhr, 11 Uhr: Sommerkonzert; Schulhaus Zamenhofstraße 61-63

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.07.2012

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