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Hilfe zur Selbsthilfe - Dresdner Homöopathin bildet in Sierra Leone Heilpraktiker aus

Hilfe zur Selbsthilfe - Dresdner Homöopathin bildet in Sierra Leone Heilpraktiker aus

Sierra Leone ist ein kleines westafrikanische Land - gerade mal so groß wie das Saarland und leidet nach wie vor unter den Folgen des Bürgerkriegs.

Das Land zählt zu den ärmsten der Welt - Unterernährung, zahlreiche Krankheiten und Kriegsversehrte einhergehend mit einem gravierenden Mangel an Ärzten, medizinisch ausgebildetem Personal sowie Krankenhäusern bremsen zusätzlich die Entwicklung des Landes. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt derzeit bei 46 Jahren.

Die Dresdnerin Heidi Bart war vom 23. Februar bis zum 13. März in der Stadt Makeni. Sie ist Mitglied im Verein "Homöopathen ohne Grenzen", der sich in verschiedenen Arbeitsgruppen auf Anfragen der Länder um eine Ausbildung zum Heilpraktiker der Krankenpfleger vor Ort kümmert. In Makeni lehrt Bart 13 wissbegierigen Schülern das Handwerk der Homöopathen. "Unser Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben", erklärt Bart. Bereits zum fünften Mal ist die "Arbeitsgruppe Sierra Leone" um Heidi Bart nach Westafrika gereist. Drei weitere Reisen sollen folgen, um die Ausbildung der Krankenpfleger bis Ende 2013 abzuschließen. "Wir müssen aber immer auf die Regenzeit achten, denn die Infrastruktur im Land ist so schlecht, dass bei Dauerregen die Straßen nicht mehr passierbar sind", erklärt die selbstständige Homöopathin, die in Dresden-Pappritz eine eigene Praxis betreibt. Für 14 Tage reisen zwei Mitglieder der Arbeitsgruppe in das ärmliche Land und unterrichten vormittags Theorie und nachmittags Praxis. Dafür fahren sie in die ländlichen Regionen und die Schüler hospitieren bei den homöopathischen Behandlungen der Patienten. "Die Schüler übersetzen die Beschwerden der Einheimischen, stellen schon selbst einige Fragen und vermuten bereits Ursachen für die Beschwerden", beschreibt Bart den Unterricht. Die ersten Fortschritte sind bei den Schülern bereits zu erkenn, worüber sich die 55-Jährige besonders freut.

Die Projekte von "Homöopathen ohne Grenzen" müssen über Spenden finanziert werden. Die Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen sprechen dafür eigene Patienten an, verkaufen Glückwunschkarten und Kalender. "Wir müssen den Flug, die Unterkunft, Büchermaterial und Medikamente selbst finanzieren. Dazu brauchen wir immer wieder Hilfe", erklärt Bart. Die nächste Reise ist im November geplant. Ob Heidi Bart wieder mit fährt, steht noch nicht fest. "Wie müssen das ja auch von unserem Alltag abhängig machen. Viele gehen nebenbei noch arbeiten und müssen für den Reisezeitraum ihre Praxis schließen", erzählt die Dresdnerin.

"Homöopathen ohne Grenzen" sind auch in Bolivien, Kenia und Sri Lanka vor Ort, um eine bessere medizinische Versorgung in den Regionen zu gewährleisten.

Im Rahmen der Weltwoche der Homöopathie hält Heidi Bart am Freitag, 23. März, im Umweltzentrum Dresden, Schützengasse 16-18, einen Vortrag über ihre Reise. Beginn ist 14.15 Uhr. Die Tageskarte für alle Veranstaltungen kostet 10 Euro. www.homöopathenohnegrenzen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.03.2012

Nadine Steinmann

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