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Herzzentrum Dresden zeigt Schülern, wie Drogen das Organ schädigen

Hand aufs Herz! Herzzentrum Dresden zeigt Schülern, wie Drogen das Organ schädigen

Ein großes Herz zu haben, bedeutet nicht immer etwas Gutes. Im medizinischen Sinne ist ein vergrößertes Herz kaum noch in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Diese Herzerkrankung wird hervorgerufen durch die Droge Crystal Meth.

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Dr. Stefan Brose, Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie, erklärt Marcel Koch (r.) das Herz. Matteo Wedler (l.) hält ein geschädigtes, vergrößertes Herz in der Hand.

Quelle: A. Schneider

Dresden. Da auch vermehrt junge Patienten mit Beschwerden ins Herzzentrum kommen, stand die diesjährige Informationsveranstaltung für Schüler unter dem Titel "Crystal Meth & Cannabis - Einstiegsdrogen auf dem Schulhof".

Etwa 200 Schüler nehmen in dieser Woche pro Tag an der Veranstaltung rund um die Einstiegsdrogen teil. Auf dem Programm stehen dabei Reiz und Risiken, die Maschen der Dealer sowie die medizinischen Hintergründe des gefährlichen Metamphetamins. In einem Vortrag zeigt Dr. Stefan Brose, Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie, den Teilnehmern ab der achten Klasse, wie Crystal Meth das Herz schädigt. Mit Bildern der Operation und anhand verschiedener Fallbeispiele machte er deutlich, dass auch junge Menschen nicht vor Herzklappenversagen geschützt sind.

Ein Patient schädigte durch die Einnahme von Crystal Meth seinen wichtigsten Muskel so sehr, dass sein Herz auf die doppelte Größe anschwoll und zwei Herzklappen undicht waren - im Alter von nur 22 Jahren. "Er hat sich sein Leben durch die Drogen kaputt gemacht", so Dr. Brose. "Denn diesen Vorgang kann man nie mehr rückgängig machen."

Durch moderne Kardiotechnik sind heute stundenlange Operationen am Herzen möglich. Dafür ist eine Herz-Lungen-Maschine nötig, die das Blut absaugt, säubert und wieder zurück in den Körper pumpt. Unzählige Schläuche und mehrere Monitore waren an dem Gerät, das für die Veranstaltung ins Hygiene-Museum transportiert wurde, zu sehen. "Für mehrere Stunden kann diese Maschine die Funktion des Herzens übernehmen, und die Ärzte können den Patienten retten", so Stefan Brose.

Für die Jugendlichen waren die Bilder teils erschreckend. "Die Fotos von den Operationen waren schlimm, aber sehr interessant", sagt Achtklässler Marcel Koch. "Das hat einem wirklich vor Augen geführt, was man seinem Körper mit Drogen antut."

Bereits seit 2007 veranstaltet das Herzzentrum Dresden die jährliche Informationsveranstaltung. Dabei wechseln die Themen - Diabetes sowie die Folgen von Rauchen standen in den vergangenen Jahren auf dem Plan. Crystal Meth und Cannabis sind ein neuer Themenkomplex. "Uns sind Arztbriefe aufgefallen, die deutlich zeigen, dass die Drogeneinnahme Ursache der Herzerkrankung ist", so Carola Lehmann, Organisatorin der Veranstaltung. "Es war uns wichtig, dieses heikle Thema anzusprechen."

Juliane Just

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