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Halbjahreszeugnisse – kein Grund zur Panik für Dresdner Schüler, Ängste gibt es trotzdem

Halbjahreszeugnisse – kein Grund zur Panik für Dresdner Schüler, Ängste gibt es trotzdem

Am Freitag gab es für die rund 35.000 Dresdner Schüler Halbjahreszeugnisse. Für die einen bedeuten sie das gute Gefühl, für die eigenen Anstrengungen belohnt worden zu sein.

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Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der 26. Grundschule in Dresden zeigen ihre Halbjahreszeugnisse.

Quelle: Sebastian Kahnert

Für andere hingegen bedeuten sie Angst, Versagensgefühle und Scham. Das sächsische Kultusministerium hatte am Freitag eigens eine Zeugnis-Hotline geschaltet, der Dresdner Kinderschutzbund tröstet und hilft das ganze Jahr über.

Wie bring ich's Mama und Papa bei? Diese Frage stellen sich vermutlich zahlreiche Schüler, wenn die Zeugnisausgabe näher rückt und sich schlechte Ergebnisse abzeichnen. Für Dresdens Schüler scheinen solche Sorgen aber zumindest keine so große Baustelle zu sein. Nach Angaben des Kultusministeriums gingen bis zum Freitagnachmittag lediglich rund 15 Anrufe auf Zeugnis-Hotline ein. „In vielen Fällen waren es Eltern, die sich unter anderem zu Kopfnoten, Bildungsempfehlungen und der richtigen Reaktion auf schlechte Noten ihrer Kinder informieren wollten", sagte Bürgerreferent Benjamin Shivers. Dies sei auch in den letzten Jahren die Regel gewesen, so Shivers. Allerdings habe es auch schon Jahre gegeben, in denen es erheblich mehr Anrufe gab.

Normalerweise sollte der „Bammel" aber auch über ein flaues Gefühl im Magen nicht hinausgehen, wenn in der Eltern-Kind-Beziehung sonst alles im Lot ist. Doch manchmal fehlt das Gefühl, mit den Eltern über alles reden, sich anvertrauen zu können. Und dann kann die Angst unüberwindbar werden.

„Die Eltern-Kind-Beziehung spielt eine große Rolle", bestätigt Beate Meissner vom Dresdner Kinderschutzbund. Dort betreut sie Sorgentelefone für Kinder und Jugendliche. „In den Gesprächen tasten unsere Berater daher vor allem das Verhältnis zu den Eltern ab, um effektiv helfen zu können", so Meissner. Ist das Vertrauensverhältnis gestört, sei der erste Schritt, nach anderen Vertrauenspersonen zu suchen, denen sich das Kind zunächst öffnen kann. Manchmal stoßen die Berater auch auf gravierendere Probleme. „In solchen Fällen vermitteln wir dem Kind weitere Kontakte, an die es sich gegebenenfalls wenden kann, beispielsweise an das Jugendamt", erläutert Meissner. Da das Sorgentelefon anonym sei, könnten die Berater selbst nicht aktiv eingreifen, wohl aber Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Am Tag der Zeugnisausgabe selbst riefen eher weniger verängstigte Schüler beim Sorgentelefon an, so Meissner. „Das verteilt sich über das Schuljahr, wenn langsam absehbar wird, dass es am Halbjahresende eng wird." Allgemein seien die großen Sorgenkinder der hauptsächlich 12- bis 14-jährigen Anrufer vor allem Liebeskummer sowie Krach mit den Eltern und Freunden.

Jane Jannke

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