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Gymnasium Süd-West wohl 10 Millionen Euro teurer

Keine Landesfördermittel Gymnasium Süd-West wohl 10 Millionen Euro teurer

Die Bauarbeiten für den künftigen Standort des Gymnasiums Süd-West werden nach Informationen aus der Stadtverwaltung erheblich teurer als bisher geplant. Zudem würden bislang eingeplante Fördermittel des Freistaats möglicherweise nicht zur Verfügung stehen.

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So soll sich der Erweiterungsbau an der Ecke Altenzeller Straße/Bernhardstraße an den sanierten Altbau des früheren Fritz-Löffler-Gymnasiums (rechts) anschließen.

Dresden. Die Bauarbeiten für den künftigen Standort des Gymnasiums Süd-West werden nach Informationen aus der Stadtverwaltung erheblich teurer als bisher geplant. Zudem würden bislang eingeplante Fördermittel des Freistaats möglicherweise nicht zur Verfügung stehen. Im Stadtrat muss darüber demnächst entschieden werden. Das Schulgebäude soll im August 2018 fertig sein, die Sporthalle im Jahr darauf.

"Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich nach gegenwärtiger Kostenberechnung auf rund 40,2 Millionen Euro für Bau und Ausstattung", heißt es in einer Beschlussvorlage. Gegenwärtig sei das Projekt mit Baukosten von 29,77 Millionen und Ausstattungskosten von 2,05 Millionen Euro veranschlagt.

Das Gymnasium Süd-West existiert bereits seit dem Schuljahr 2014/15. Es befindet sich bislang aber am Interimsstandort am Leutewitzer Ring. Der endgültige Standort soll aber die Bernhardstraße 18 sein. Der gegenwärtige Standort lässt nicht mehr als vier Züge pro Klassenstufe zu. Nach der Schulnetzplanung der Stadt ergibt sich jedoch im Einzugsgebiet des Gymnasiums künftig ein viel größerer Bedarf, so dass der Standort auf der Bernhardstraße so groß sein muss, dass sechs Züge pro Klassenstufe darin unterkommen können. Das führt zu deutlichen Kostensteigerungen. Im Haushalt der Stadt und in der mittelfristigen Planung wird derzeit allerdings noch von einem vierzügigen Gymnasium ausgegangen.

Das Bauvorhaben gliedert sich in drei wesentliche Abschnitte. An der Bernhardstraße sind die Bestandsgebäude des ehemaligen Fritz-Löffler-Gymnasiums (aus den 1950er Jahren) denkmalgerecht zu sanieren. Nach dem Abriss einer bestehenden Sporthalle soll ein Erweiterungsbau für das Gymnasium errichtet werden (Altenzeller Straße). Schließlich ist am Standort auch der Bau einer Vierfeld-Sporthalle geplant, dem der Abriss der 46. Oberschule an der Leubnitzer Straße vorausgehen muss. Zentrales Entwurfskonzept: Das Denkmal lebt in Kombination mit einer modernen baulichen Ergänzung fort.

Neben den für ein Gymnasium dieser Größe nötigen Unterrichtsräumen sind naturwissenschaftliche und musisch-künstlerische Fachkabinette sowie Informationskabinette vorgesehen. Die Stadt plant darüber hinaus mit einem separaten Inklusionsraum und drei Räumen für das ganztägige Lernen: Lehrküche, Siebdruck, Brennofenraum. Zum Raumprogramm gehören auch eine Bibliothek/Mediathek, Verwaltungs- und Wirtschaftsräume sowie ein Lehrer- und Schulleitungsbereich. Die Vierfeld-Sporthalle ist notwendig, weil das Gymnasium von der 8. bis zur 10. Klassenstufe das sportliche Profil anbietet mit einem erhöhten Bedarf an Sportstunden. Das Gebäude, das als Schulsporthalle geplant werde, kann auch von Vereinen genutzt werden. Es soll über eine Tribüne für knapp 200 Zuschauer verfügen.

Die Bauarbeiten sollen 30 Monate dauern. Den Start plant die Stadt im März 2016, bei kontinuierlichem Bauablauf könnte das Schulgebäude im August 2018 fertig sein. Bei der Sporthalle wird es Verzögerungen geben. Erst wenn die 46. Oberschule an die Andreas-Schubert-Straße gezogen ist, besteht Baufreiheit für den Abriss des jetzigen Gebäudes dieser Schule.

Die jetzt ausgewiesenen Kostenberechnungen von 38,74 Millionen Euro für den Bau und 2,05 Millionen für die Ausstattung könnten auch noch weiter steigen. Es seien bislang keine Baupreissteigerungen berücksichtigt, da diese nicht in die Kostenberechnungen einfließen dürfen und Reserven für Risiken sind ebenfalls nicht enthalten. Mit verschiedenen Optimierungen haben die Planer dabei bereits Kostensenkungen angestrebt.

Schließlich sorgen auch die Fördermittel des Freistaats für Bauchschmerzen. Für die Vorbereitungen gab es schon 2015 nichts vom Freistaat und für 2016 wird mit dem gleichen Ergebnis gerechnet. "Deshalb ist eine Finanzierung allein aus eigenen Mitteln der Landeshauptstadt Dresden zu sichern", konstatiert die Verwaltung.

Ingolf Pleil

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