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Gymnasium Bürgerwiese Dresden: Bauarbeiter setzen zum Endspurt an

Gymnasium Bürgerwiese Dresden: Bauarbeiter setzen zum Endspurt an

Der Neubau des Gymnasiums Bürgerwiese soll pünktlich zum Schuljahresbeginn am 1. September öffnen. Derzeit laufen die finalen Einrichtungsarbeiten.

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Der Haupteingang des Gymnasiums Bürgerwiese liegt zum Lennéplatz hin, weil dort der ÖPNV-Verkehrsknotenpunkt ist.

Quelle: Tanja Tröger

„Wir werden es schaffen, auch wenn es für den Laien nicht so aussieht“, sagte Architekt Falk Schubert bei einer Baustellenbegehung am Freitag. „Jetzt ist gerade die heiße Phase, in der noch viel zusammengefügt wird.“ In acht Wochen, also Mitte August, soll die Schule vom alten Haus an der Gret-Palucca-Straße in den Neubau umziehen. Die letzten Ferientage werden für einen Probebetrieb genutzt, bei dem alle Funktionen geprüft werden können. Die Schüler sollen das neue Schuljahr dann am 1. September im neuen Gebäude beginnen. Für den 12. September ist die offizielle Einweihungsfeier vorgesehen.

Bis zu 960 Schüler in je vier Parallelklassen können dann im Neubau am Lennéplatz lernen. Wenn voraussichtlich 2016 auch noch das alte Schulhaus aus den 1960er Jahren saniert ist, kann das Gymnasium sogar sechszügig laufen. Bis zu 1400 Schüler werden schließlich eine der größten Schulen der Stadt besuchen. Das Gymnasium Bürgerwiese sei aufgrund seiner Innenstadtlage, seiner Ausrichtung und des Neubaus eine sehr begehrte Bildungseinrichtung, schätzt Danilo Fritsche vom Hochbauamt ein.

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Am Neubau des Gymnasiums Bürgerwiese laufen die letzten Arbeiten vor der geplanten Eröffnung Anfang September.

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Doch bis zur Eröffnung haben Arbeiter und Ingenieure noch alle Hände voll zu tun. Im Erdgeschoss riecht es nach Holzstaub, weil die Handwerker gerade den Parkettboden in der Mensa verlegen und schleifen. In der Aula wird noch an der Decke gewerkelt. Auf die Elektriker wartet die Installation von Lampen, Steckdosen, Schaltern und Rauchmeldern. Während in einigen Gebäudeteilen schon die Möbel auf dem Gang bereitstehen, fehlen anderswo noch die Fußböden in den Räumen. Auch die Waschbecken und Pissoirs, die vor dem Haus dutzendweise auf Paletten liegen, müssen noch montiert werden. In der ebenfalls neugebauten Sporthalle bringen die Handwerker gerade die Trennvorhänge zwischen den drei Feldern an. Draußen sind Landschaftsbauer damit beschäftigt, Büsche und Bäumchen zu pflanzen. An der Grundstücksgrenze zu den Studentenwohnheimen entsteht eine Wand, die die Schüler mit Graffiti gestalten können.

Eleganter Schul-„Bumerang“ mit buntem Innenleben

Dem neuen Schulhaus gaben die Planer vom Dresdner Büro Schubert Horst Architekten eine mehrfach geknickte Form, die sie scherzhaft als „Bumerang“ bezeichnen. Damit wollten sie zum einen das Grundstück optimal ausnutzen, zum anderen den Straßenlärm der B172 abschirmen und einen ruhigen Pausenhof schaffen. Die winklige Form findet sich auch in den Sitzmöbeln im Hof und in den Fluren wieder.

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Die "mäandrierenden Wände" haben Nischen für Einbauschränke und Waschbecken.

Quelle: Tanja Tröger

Während Schule und Turnhalle von außen in dezentem hellen Putz gehalten oder als Klinkerfassade gestaltet sind, spielen die Architekten im Inneren der Gebäude mit Farben. „Wir wollten ein elegantes, ruhiges Gebäude schaffen, das ganz selbstverständlich dasteht. Das Leben spielt sich dann im Innern ab“, erläutert Schubert seine Gedanken. Die vier Etagen der Schule sind verschiedenfarbig gestaltet: dunkelblau, hellgrün, dunkelrot und ganz oben himmelblau. Außerdem haben die Architekten die langen Gänge durch große Fenster und sogenannte mäandrierende Wände gebrochen, „damit man sich nicht so tot schaut“. In die Wände sind Nischen für Schließfächer, Waschbecken und Türen eingebaut. Nachtauskühlungsklappen in den Fenstern sollen auch im Sommer angenehme Zimmertemperaturen gewährleisten.

Die Dreifelder-Sporthalle verfügt über rund 550 Zuschauerplätze auf Sitzbänken, weil sie auch als Trainings- und Wettkampfstätte für Volleyball vorgesehen ist. Ein Teil der Sitze ist unterhalb der Tribüne verborgen und lässt sich bei Bedarf ausklappen. Um die Konzentration der Sportler nicht zu stören, ist die Halle sehr zurückhaltend gestaltet und das Fensterband nach Norden ausgerichtet.

Baukosten gemäß Planungen

Der gesamte Bau kostet rund 26,5 Millionen Euro – genauso viel wie bei den Planungen vor drei Jahren veranschlagt. „Das ist eine Punktlandung, darauf sind wir stolz“, freut sich Architekt Schubert. Die Stadt Dresden steuert 19,5 Millionen Euro bei, sieben Millionen Euro sind Fördermittel des Freistaates. An den neuen Gebäuden am Lennéplatz wurden seit Mai 2012 gearbeitet. Im Juni 2013 feierten Handwerker, Lehrer und Schüler Richtfest.

Das Gymnasium Bürgerwiese wurde 2008 gegründet und wächst seitdem jährlich um eine Klassenstufe. Die 587 Schüler lernen derzeit im Bestandsgebäude an der Gret-Palucca-Straße und in einer Außenstelle an der Cämmerswalder Straße im Dresdner Süden.

ttr

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