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Grüner Daumen bei Wind und Wetter - eine der besten Gartenbau-Azubis kommt aus Dresden

Grüner Daumen bei Wind und Wetter - eine der besten Gartenbau-Azubis kommt aus Dresden

das ist für viele lediglich ein schönes Hobby am Wochenende. Für Linda Weckbrodt jedoch ist das Hegen und Pflegen von Pflanzen ein Traumberuf. Trotz der schweren körperlichen Anstrengungen, den Außeneinsätzen bei Wind und Wetter und der schlechten Bezahlung.

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Linda Weckbrodt im Gewächshaus der Anerkannten Schulgesellschaft in Cossebaude.

Quelle: Dietrich Flechtner

Gartenarbeit. "Man kann sehen, wie die Pflanzen wachsen und was man geschaffen hat", sagt die 20-Jährige. "Vom Samen bis zur Ernte, man ist immer dabei!" Die Freude der Kunden, wenn sie ihren gebundenen Blumenstrauß in Empfang nehmen, sei der Lohn der eigenen Mühen.

Linda Weckbrodt ist frisch gebackene Gartenbauwerkerin im Bereich Zierpflanzenproduktion. Anfang August hat die Dresdnerin ihre letzten Prüfungen abgelegt, drei Jahre Ausbildung liegen hinter ihr. Sie prägte sich botanische Fachausdrücke ein und lernte, Pflanzenarten zu unterscheiden, Stecklinge zu vermehren und Gartengeräte wie den Düngedosierer korrekt einzusetzen. Unterstützung erhielt sie von ihrem Ausbildungsbetrieb, der Dresdner Niederlassung der Anerkannten Schulgesellschaft Sachsen, die vor allem lernbeeinträchtigten Azubis auf ihrem Weg ins Berufsleben hilft.

Auch Linda Weckbrodt hat sich früher in der Schule schwer getan. In ihrer Lehrzeit - begleitet von Ausbildern, Sozialpädagogen und Lehrern - entwickelte sie jedoch Ehrgeiz und Fleiß. Vieles brachte sie sich selber bei, abends zu Hause, ausgerüstet mit der entsprechenden Gartenliteratur. Ein Aufwand, der sich aber gelohnt hat: Ihre Ausbildung schloss sie mit der Gesamtnote 1,87 ab - als Jahreszweitbeste ihrer Fachrichtung in Sachsen. "Ich hatte in der Prüfung ein gutes Gefühl", sagt sie. Aber dass es so gut laufen würde, ahnte sie nicht.

Am vergangenen Montag wurde sie zusammen mit 52 weiteren besonders guten Absolventen aus der sächsischen Land- und Forstwirtschaft von Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) ausgezeichnet. "Ihre hervorragenden Prüfungsergebnisse eröffnen Ihnen viele Möglichkeiten für das weitere Berufsleben", gratulierte Kupfer. Zusammen mit den Absolventen diskutierte er die sinkenden Ausbildungszahlen in der Branche. Seit 2005 haben diese sich mehr als halbiert, von 724 auf 328. "Die Unternehmen müssen freie Ausbildungsplätze noch wirksamer bekannt machen", forderte Kupfer. Außerdem sei es sinnvoll, Lehrlingen eine klare berufliche Perspektive und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Linda Weckbrodt nimmt ihren Erfolg als Motivation, jetzt weiter aufzusatteln. Schon im August hat sie bei einem großen Gartenbetrieb eine weitergehende Ausbildung zur Facharbeiterin begonnen. Die Lehrzeit kann sie dank ihrer guten Vorkenntnisse von drei auf zwei Jahre verkürzen. Ihre Eltern, verrät sie, haben sie jedenfalls schon fest in die Betreuung des heimischen Gartens eingeplant.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2013

Philipp Nowotny

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