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Große Resonanz auf Industrienacht-Premiere in Dresden

Große Resonanz auf Industrienacht-Premiere in Dresden

"Fünf Achsen, 90 Werkzeuge, zwei Millionen Euro" - man merkt es dem Sachsenwerk-Vorarbeiter an: Steffen Haufe ist stolz auf "seine Maschine", die tonnenschwere Motorenläufer so präzise fräsen und bohren kann.

Von Heiko Weckbrodt

Auch die Besucher gucken angemessen beeindruckt. Einer beginnt mit einem Arbeiter eine Fachsimpelei über Vor- und Nachteile des Laserschneidens.

Keine Frage: Die Premiere für die "Lange Nacht der Industrie" gestern Abend in Dresden ließ sich erfolgreich an. "Unsere Tour war vollkommen überbucht", berichtet Sachsenwerk-Sprecherin Sabine Michel und freut sich über das große Interesse junger und alter Dresdner am Unternehmen.

Insgesamt hatten die Macher der Industrienacht Touren in 19 Betriebe in und um Dresden vorbereitet. Und insgesamt rund 700 Neugierige folgten dem Ruf von Stahl und Hightech, sei es nun in die VW-Manufaktur, ins Sachsenwerk, Pentacon, die Edelstahlwerke in Pirna und andere Firmen.

"Wir wollen zeigen, wie innovativ unsere Industrie ist", hatte Günter Bruntsch, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), zum Auftakt auf dem Theaterplatz den Wartenden zugerufen, bevor sich die Buskolonne zu den Betrieben in Bewegung setzte. Und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hofft bereits auf weitere Industrienächte, die in den kommenden Jahren folgen sollen - "dann hoffentlich mit noch mehr Unternehmen".

Getroffen hat das neue Veranstaltungsformat offensichtlich den Nerv der technikaffinen Dresdner: "Mir gefällt das sehr gut", lobte Ines Nowak das Angebot - die 26-Jährige hatte sich für einen Besuch bei SBS Bühnentechnik in Niedersedlitz entschieden. "Ich finde es interessant zu sehen, was die Firmen so tun." Überhaupt waren entgegen allen Vorteilen auch viele Frauen unter den Gästen. "Mich hat die pure Neugier hergetrieben", erklärte Diana Heine im Sachsenwerk. "Man will doch mal sehen, wie die Prozesse in den Unternehmen umgesetzt werden."

Andere waren auf der Suche nach neuen Karrierewegen: "Vielleicht ergeben sich daraus ja mal neue berufliche Perspektiven", sagte ein Konstrukteur in der SBS-Besuchergruppe. Aber auch "Veteranen" zog es zur Industrienacht: "Ich habe bis 1990 im Sachsenwerk gearbeitet - da wollte ich doch mal sehen, was aus meinem Betrieb geworden ist", erzählte der 61-jährige Reinhard Sandrock. Wie es ihm gefalle? "Einwandfrei!"

Die beteiligten Unternehmen selbst freuten sich freilich auch über junge Besucher: "Ingenieurtechnisches Personal zu finden, ist heute nicht so einfach", erklärte Michel. "Vielleicht hilft ja so eine Veranstaltung, junge Menschen für eine Karriere in der Industrie zu bewegen." Ähnlich sah dies SBS-Chef Manfred Freimüller: "Als Unternehmen mit über 140-jähriger Tradition hoffen wir natürlich auch auf viele junge Besucher, die sich für uns interessieren." Wer genau hinguckte, sah allerdings, dass Jugendliche in den Besuchergruppen eher in der Minderzahl waren. Aber das mag ja noch werden - vielleicht zur nächsten Industrienacht in Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.07.2012

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