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Gebühren für den Dresdner Kreuzchor: Stadt bittet Eltern zur Kasse

Gebühren für den Dresdner Kreuzchor: Stadt bittet Eltern zur Kasse

An der Erhöhung der Elternbeiträge für den Kreuzchor wird nun doch nicht gerüttelt. Nachdem der Stadtrat das Thema Mitte Juli überraschend zurück in den Kulturausschuss verwiesen hatte - unter anderem sollen Elternvertreter in die Debatte unzureichend eingebunden worden sein - hat der Ausschuss die altbekannte Vorlage der Stadt am Dienstagabend erneut mit großer Mehrheit bestätigt.

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Der Kreuzchor braucht Geld, doch die jungen Kruzianer können nicht noch mehr Kon-zerte geben, da sie bereits jetzt an der Grenze der Belastbarkeit stehen.

Quelle: Arno Burgi, dpa

In zwei Wochen wird der Stadtrat die höheren Elternbeiträge endgültig beschließen.

Der Impuls für das Hin und Her kam von Christoph Hille, dem Chef der Bürgerfraktion. Er drängte nach DNN-Informationen auch in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses auf ein vorläufiges Aussetzen der Beitragserhöhung. "Mit den vorgeschlagenen, bis zu 30 Prozent höheren Elternbeiträgen wird der Kreis derer, die wirtschaftlich zu schwach sind, aber das gleiche gesellschaftliche Recht haben, an der Musikschule unterrichtet zu werden, größer", erklärte Hille auf Anfrage. "Zumal die derzeit geplante Erhöhung lediglich eine möglicherweise verbesserte Speisenversorgung bietet, während es unseres Erachtens nach sinnvoller wäre, die sicherlich auf Sicht nötige Anpassung der Beiträge im Rahmen der nächsten Haushaltsverhandlung für 2015/2016 unter Berücksichtigung der dann anstehenden Alumnatsinvestition zu verhandeln."

Die bei dieser Variante klaffende Finanzierungslücke will Hille durch Umschichtungen im aktuellen Doppelhaushalt schließen. "Das ist nicht fair gegenüber den vielen anderen Einrichtungen, die die Stadt unterhält", kontert CDU-Stadtrat Sebastian Kieslich. Er hält die Beitragserhöhung für unverzichtbar und angesichts der Tatsache, dass Eltern von Kruzianern zuletzt vor zehn Jahren unter Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) höhere Gebühren in Kauf nehmen mussten, auch für angemessen. "Wie bei unseren anderen Kultureinrichtungen auch haben sich die Nutzer, hier die Eltern, an den Mehrkosten zu beteiligen", betont Kieslich.

Der Monatsbeitrag für Unterkunft und Verpflegung bei Alumnen steigt nun um 35 Euro auf 155 Euro. Für Kurrendaner werden 20 Euro mehr und damit 120 Euro fällig, Eltern von Kindern im Vorbereitungslehrgang zahlen 90 statt 80 Euro. Die Einzelstunde für den Instrumentalunterricht verteuert sich um fünf Euro auf 35 Euro im Monat. Wie der Kulturausschuss am Dienstag zusätzlich angeregt hat, erhalten Wohngeldbezieher eine 25-prozentige Ermäßigung.

Die Stadt erhofft sich von den höheren Elternbeiträgen in diesem Jahr anteilig Mehreinnahmen von 21 000 Euro und im nächsten Jahr 50 000 Euro. Mit diesem Geld soll ein Teil der Ausgaben des Kreuzchors gedeckt werden. Mehr Konzerte oder liturgische Dienste sind nicht möglich, da die jungen Sänger bereits jetzt an der Grenze der Belastbarkeit stehen. Die auf den Weg gebrachte Gebührensteigerung ist derweil nicht so groß wie noch im November 2012 vorgeschlagen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2013

Christoph Stephan

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