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Ganztagsgrundschule startet in Dresden-Striesen in neuem Gebäude

Ganztagsgrundschule startet in Dresden-Striesen in neuem Gebäude

Frida ist sechs, geht in die 1a der privaten Ganztagsgrundschule in Striesen, kann nach einem halben Jahr schon bis 100 zählen, außerdem "sehr schwierige Wörter mit ,ch' wie zum Beispiel ,ich' schreiben" und scheint auch sonst ganz zufrieden zu sein mit ihrem Leben.

Kein Wunder: Die Kleine lernt in der nagelneuen Ganztagsgrundschule des Instituts für Bildung und Beratung (IBB). Eine reichliche Woche ist es her, dass die 13 Pädagogen und 105 Schüler mit Sack und Pack in den farbenfrohen dreigeschossigen Neubau an der Paul-Gerhardt-Straße umgezogen sind. Zur offiziellen Eröffnung am 21. Februar hat sich auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) angesagt.

"Bei uns gehen nicht mehr als 20 Kinder in eine Klasse, alle Klassen werden von zwei Pädagogen gleichzeitig betreut und haben sowohl ein Klassenzimmer als auch ein ,Lernbüro' zur Verfügung, das sich an den Klassenraum anschließt", erklärt Schulleiterin Silke Gerlach. Auf diese Weise ließen sich die Klassen wunderbar teilen und Schüler gezielt fördern. Und im 3. Obergeschoss gibt es eine Turnhalle, die auch für Theateraufführungen, Elternabende und Sommerfeste genutzt werden kann.

Die Ganztagsgrundschule hat jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet. "Kernzeit" ist zwischen 8 und 15.30 Uhr. Die Pädagogen entscheiden individuell, wann ihre "Zwerge" eine Pause brauchen. Eine Klingel gibt es nicht. Die Grundschule versteht sich als Angebot für vielbeschäftigte Eltern. Der Besuch ist nicht billig: 395 Euro kostet der Schulbeitrag pro Monat (Schulgeld, Hortbetreuungsgeld und Verwaltungspauschale). Gleichwohl gibt es erstmals eine lange Warteliste. "40 Plätze haben wir für die beiden neuen 1. Klassen zur Verfügung, 100 Bewerbungen gab es", berichtet die Schulleiterin. Lediglich für die jetzigen 1. und 2. Klassen könnten noch "Quereinsteiger" aufgenommen werden. Dass es die Grundschule überhaupt gibt, hat mit den beiden Kindern von Dagmar Mager, Geschäftsführerin der Privaten Schule IBB gGmbH, zu tun. Als vielbeschäftigte Frau suchte sie für ihre heute elfjährige Tochter und den Sohn (acht Jahre) eine Grundschule - und fand keine. Also beschloss sie, selbst eine zu gründen. "Die Grundschule startete im Schuljahr 2007/08 mit fünf Schülern in einem Schulgebäude an der Gret-Palucca-Straße", weiß Silke Gerlach. Ein Jahr später zogen Kinder und Lehrer in eine Villa an der Loschwitzer Straße um.

Geradezu ideale Bedingungen herrschen heute für die Grundschüler, was den Übergang an eine weiterführende Schule nach der 4. Klasse angeht. Auf dem insgesamt 3800 Quadratmeter großen Schulgelände an der Paul-Gerhardt-Straße befinden sich nämlich in einem Altbau das Gymnasium und die Mittelschule. Dieses nach dem Ersten Weltkrieg sanierte Gebäude ist 2011 komplett saniert worden. "Etwa jeder zweite unserer Grundschüler wechselt dorthin", gibt die stellvertretende Schulleiterin Claudia Donner Auskunft. Mittelschule und Gymnasium seien jeweils zweizügig und nun bis zur 7. Klasse "hochgewachsen". "Es soll allerdings nicht so sein, dass alle Grundschüler nur übern Schulhof wechseln, zumal das Gymnasium ausschließlich das sprachliche und das gesellschaftswissenschaftliche Profil anbietet", so Gerlach.

Der kleinen Frida jedenfalls bleibt noch jede Menge Zeit sich zu entscheiden, ob sie lieber schreibt oder rechnet und welches Profil sie daher wählt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.01.2013

Katrin Richter

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