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Existenzangst: Stadt Dresden will Sportschüler stärker finanziell unterstützen

Existenzangst: Stadt Dresden will Sportschüler stärker finanziell unterstützen

Die Landeshauptstadt soll die Kosten für Unterbringung und Betreuung von Sportlerinnen und Sportlern an der Sportmittelschule und am Sportgymnasium stärker als bisher subventionieren.

Das sieht eine Vorlage der Verwaltung vor, die der Stadtrat auf einer der nächsten Sitzungen beschließen soll. In dem Schriftstück heißt es, dass die monatlichen Unterbringungskosten von 345,31 Euro auf 468,10 Euro gestiegen seien.

Bisher subventioniert die Stadt 42 Prozent der Kosten. Das würde beim neuen Preis heißen, dass der Elternanteil von 200,18 Euro auf 271,50 Euro steigt. Zwar zahlt das Kultusministerium einen Zuschuss von 165 Euro pro Internatsschüler. Die monatliche Belastung der Eltern würde sich trotzdem von 35,28 Euro auf 106,50 Euro erhöhen. "Dies bedeutet, dass sich bei Beibehaltung des Stützungsbetrages der Landeshauptstadt die Belastung für die Sorgeberechtigten oder Schüler monatlich auf das Dreifache erhöht", heißt es in der Vorlage von Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Hinzu kämen noch Kosten für die Verpflegung in Höhe von 201,50 Euro pro Monat.

Bereits ohne Gebührenerhöhung liege Dresden bei den Eigenanteilen für die Internatsunterbringung im Vergleich aller sächsischer Sportinternate bereits an der Spitze. Bei einer derart starken Erhöhung des Elternanteils wären die hohen Kosten ein starkes Argument für die Eltern, den Standort Dresden zu verlassen oder bei der Einschulung an anderes Internat zu wählen. "Dies hat zur Folge, dass die volle Auslastung der Internatsplätze nicht mehr gegeben ist und das Internat noch weniger kostendeckend wird", heißt es in dem Papier. Durch das Wegbleiben von Sportlerinnen und Sportlern könne die Existenz der Dresdner Bundes- und Landesstützpunkte grundsätzlich in Frage gestellt werden.

Deshalb schlägt Lehmann vor, den städtischen Subventionsbetrag auf 50 Prozent zu erhöhen. Damit würde die Stadt 234,05 Euro pro Monat und Platz beitragen, der Anteil der Eltern oder Schüler würde sich nur von 200,18 Euro auf 234,05 Euro erhöhen. Damit steige die monatliche Belastung lediglich um 33,77 Euro auf 69,05 Euro - vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt zu. Für den Stadthaushalt bedeutet das Mehrkosten von rund 500 000 Euro.

Bei den Elternbeiträgen für das Internat einer anderen Schule war die Stadtverwaltung nicht so spendierfreudig: Die Eltern von Kreuzschülern müssen seit einem Beschluss des Stadtrates vom September deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.11.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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