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Erste Gymnasiasten des Bertolt-Brecht-Gymnasuiums legen Internationales Abitur ab

Erste Gymnasiasten des Bertolt-Brecht-Gymnasuiums legen Internationales Abitur ab

"Es gibt genügend gute Gründe für Freude, Stolz und Feier", meinte Schulleiter Marcello Meschke gestern bei der 1. Verleihung der Abschlusszertifikate des internationales Abiturs (IB) am Bertolt-Brecht-Gymnasium (BeBe).

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13 Schüler erhielten am Bertolt-Brecht-Gymnasium gestern ihre IB-Abschlusszertifikate. Mit dabei: Spitzenschüler Jasmin (2.v.l.) und Claus Moritz (3.v.l).

Quelle: Ralf U. Heinrich

Dabei klang der Großteil seiner Rede gar nicht frohlockend. Der erste Jahrgang des BeBe, der mit Abitur und IB die Schule verlässt, hatte sehr zu kämpfen. "Wir trotzen aber auch weiterhin dem Gegenwind, der uns seit 2011 entgegen bläst", sagt Meschke mit fester Stimme am Rednerpult. 2011 wurde das BeBe als IB-Schule zugelassen, der Gegenwind war seitdem besonders in Form von finanziellen und organisatorischen Schwierigkeiten spürbar. "Es ist ein 'Freizeitvergnügen' von uns geworden", sagt Meschke.

So hatten die Lehrer zum Beispiel auch samstags unterrichtet. Außerdem gab es laut Schulleitung und Schülern Streit mit dem Sächsischen Kultusministerium (SMK): "Das Ministerium meinte, mehr als zwei Stunden zusätzlichen Unterricht kann man nicht verantworten", so Meschke, "dabei wäre das den Schülern lieber gewesen als allein dazustehen." Das SMK weiß davon nichts: "Von Seiten des Ministeriums gibt es keine Einschränkungen und Vorgaben." Man solle sich damit an die IB-Organisation in Genf wenden.

Die IB-Erfahrung war für die Schüler trotzdem sehr wertvoll. Das sieht auch Jasmin Bou Hamze (18) so. Sie geht jetzt mit einem Schnitt von 1,0 an die renommierte schottische Universität St. Andrews, um Internationale Beziehungen, Arabisch und Französisch zu studieren. "Das IB hat meine Sprachkenntnisse sehr gefördert, was für St. Andrews von großem Vorteil sein wird", sagt sie, "ich bin Fachunterricht auf Englisch jetzt gewöhnt." Auch hätte der Pionierjahrgang den Weg für zukünftige Generationen bereitet: "Wir haben bei dem Projekt aus Fehlern gelernt und es dadurch weiterentwickelt!"

Das sogenannte CAS-Programm, das die Schüler zu Kreativität, Sport und sozialem Service verpflichtet, war für den persönlichen Werdegang aller Schüler ebenfalls eine große Bereicherung: "Viele Projekte wurden initiiert, die ohne das IB nicht passiert wären", sagt Claus Moritz Gräf (18), der mit seinem Abitur von 1,2 jetzt BWL oder Medizin studieren möchte; "Zum Beispiel der UNICEF-Spendenlauf oder die Kulturabende an der Schule." Durchhalten hat sich also gelohnt: Die Schüler haben neben Niederlagen und Schwierigkeiten auch viele wertvolle Erfahrungen sammeln können und das BeBe kann sich nun der Reihe Dresdner Schulen anschließen, die auch internationale Abschlüsse anbieten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.06.2013

Lara Schech

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