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Enter Dresden! Relocation Service im Hechtviertel begleitet ausländische Arbeitskräfte

Enter Dresden! Relocation Service im Hechtviertel begleitet ausländische Arbeitskräfte

"Konkurrenz? Nein, eigentlich nicht", antwortet Lucy Jacobs auf die Frage, ob das neu eröffnete Dresdner Welcome-Center der Stadt ihr nun die Kunden stehle. "Unser Klientel sind internationale Firmen.

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Lucy Jacobs, Karin Schanz und Julia Bialek (v.l.) von "Enter Dresden" helfen ausländischen Fachkräften.

Quelle: Christian Juppe

Wir betreuen überwiegend Fachkräfte ab dem Ingenieurstitel aufwärts", betont die gebürtige Amerikanerin. "Enter Dresden" heißt das Unternehmen, dass Lucy Jacobs gemeinsam mit Karin Schanz vor mehr als zehn Jahren nach und nach in der Landeshauptstadt aufgebaut hat und dessen Dienstleistungen ausländischen Fachkräften helfen sollen, sich in ihrem Gastland leichter zurechtzufinden. Relocation-Service nennt sich das Angebot.

Eine ganze Palette macht den Relocation-Service des Dresdner Unternehmens aus: Die Mitarbeiterinnen begleiten unter anderem ihre Klienten bei Behördengängen, holen die Arbeitsgenehmigung ein, helfen bei der Wohnungssuche, der Umschreibung des Führerscheins, dem Abschließen von Versicherungen, dem Finden von passenden Kita-Plätzen und Schulen für die Kinder.

Finanziert wird die Eingliederungshilfe gern von Konzernen und Großbetrieben, die mit dieser Premium-Betreuung ausländischen Experten ihren Standort in Deutschland schmackhaft machen wollen. "Wir verstehen uns als die rechte Hand der Personalabteilung", sagt Lucy Jacobs. "Wir bedienen derzeit etwa 30 Unternehmen, unter anderem aus der Halbleiterindustrie, Chemiebranche, Luftfahrt und aus dem Uhrmacherhandwerk", fügt Karin Schanz hinzu. In jüngster Zeit hätten aber auch einige mittelständische Firmen den Service in Anspruch genommen. Das Standard-Paket des Umzugsservice (relocation ist das englische Wort für Umzug) kostet zwischen 3500 und 4000 Euro pro Person. Die Begleitung der Neuankömmlinge dauert im Schnitt drei bis vier Monate.

Die Klienten kommen aus aller Herren Länder, so aus den USA, Singapur, China, Indien, Korea, aber auch aus europäischen Staaten wie Schweden, Finnland oder die Schweiz. Dementsprechend sprachgewandt müssen die vier Mitarbeiterinnen und die freiberuflichen so genannten Consultants von "Enter Dresden" sein. "In einem persönlichem Gespräch gehen wir Schritt für Schritt alle Serviceleistungen durch", sagt Karin Schanz. Dazu kann auch gehören, dass man die ausländischen Fachkräfte über Mülltrennung oder das Pfandflaschensystem hierzulande aufklärt. Was nicht mal Deutsche wirklich gänzlich durchblicken, stellt Ausländer erst recht vor ein Rätsel.

Lucy Jacobs lebt seit 22 Jahren in Deutschland. Nach ihrem Studium war sie nach Berlin gegangen, um dort zu arbeiten. "Die Schikane, die ich von den Behörden erlebt habe, war unfassbar", erinnert sich die 44-Jährige. Sie wollte damals eine Arbeitsgenehmigung bekommen und wurde von einem Amt zum nächsten geschickt. Irgendwann habe sie dann mit der Faust auf den Tisch gehauen. "Sie werden mir jetzt sagen, wie ich die verdammte Genehmigung bekomme", rief sie und es fruchtete. Damit Ausländer gar nicht erst diese deutsche Bürokratie am eigenen Leib erdulden müssen, springt hier der Relocation-Service in die Bresche.

www.enterdresden.com

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.08.2013

Madeleine Arndt

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