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Endspurt im Sanierungsmarathon - Vier Dresdner Schulen gehen am Montag wieder in Betrieb

Endspurt im Sanierungsmarathon - Vier Dresdner Schulen gehen am Montag wieder in Betrieb

Seit 2009 ist Dresden jährlich die Geburtenhauptstadt von Deutschland. Und nach aktuellen Prognosen der Stadtverwaltung werden die Geburtenzahlen in den nächsten Jahren weiter steigen.

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Eine neue Aula erhielt im Rahmen der Sanierungsarbeiten das Hans-Erlwein-Gymnasium.

Quelle: Carola Fritzsche

„Mit 16 Schulneugründungen, 20 Neubauten und Sanierungen ehemaliger Standorte sowie zahlreichen Erweiterungen reagieren wir auf diese Herausforderungen“, erklärt Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Er besuchte am Donnerstag vier Schulbauten, die am Montag – pünktlich zum neuen Schuljahr – wieder den Betrieb aufnehmen oder gar ganz neu errichtet wurden.

Beispielhaft für eine Neugründung ist die 144. Grundschule in Mickten. Diese ist der erste komplett neue Schulstandort in Dresden seit der Wende und kostete rund 10,4 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben mit mehr als drei Millionen Euro. Bürgermeister Lehmann weist auf die Besonderheit der Schule hin: „Wir haben hier eine modulare Bauweise verwendet. Die Bauelemente wurden im Werk vorgefertigt und anschließend am Standort montiert.“ Dadurch konnte die Bauzeit verringert und nach 16 Monaten beendet werden. Insgesamt beziehen ab Montag laut Schulleiterin Carola Schütze zwei Erste Klassen mit 49 Kindern die Grundschule an der Micktner Straße.

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Ebenfalls unbedingt erhaltenswert: Ein Wandbild an der Fassade des Altbaus, das an den ersten Weltraumflug eines Menschen erinnert. Dem sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin war diese Pioniertat am 12. April 1961 gelungen.

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Nicht neu, sondern eher geschichtsträchtig sind dagegen das Hans-Erlwein-Gymnasium in Gruna und das Marie-Curie-Gymnasium in der Altstadt. Auch hier können pünktlich zum neuen Schuljahr wieder alle Schüler an ihre Stammsitze zurückziehen. Beide Standorte wurden denkmalgerecht saniert und erhielten jeweils eine neue Dreifeld-Sporthalle. Diese sollen laut Lehmann auch den Dresdner Vereinen zur Verfügung stehen, um den knapp bemessenen Hallen- und Trainingskapazitäten in der sächsischen Landeshauptstadt entgegen zu wirken (DNN berichteten).

Neben der neuen Sporthalle entstand am Marie-Curie-Gymnasium zusätzlich ein Erweiterungsbau. In diesem sind nun die Fachkabinette, die Bibliothek sowie die neue Mensa zu finden. Das Hans-Erlwein-Gymnasium blieb in seiner äußeren Form erhalten. Zahlreiche Umbauten im Inneren des 100 Jahre alten Schulgebäudes ermöglichen jetzt einen modernen Schulbetrieb in historischem Gewand. Außerdem erhielt das Haus eine eigene Bibliothek und einen neuen Speisesaal. Die ehemalige, im Schulhaus integrierte Turnhalle dient nun als Aula. Fast 42 Millionen Euro lässt sich die Stadt Dresden die beiden Sanierungen kosten, rund 13 Millionen steuert der Freistaat Sachsen dazu bei.

Nur über den Schulhof ziehen die Schüler und Lehrer des Gymnasiums Bürgerwiese – vom Altbau der ehemaligen Sportmittelschule an der Gret-Palucca-Straße in den fertigen Neubau des Gymnasiums am Lennéplatz. Gleich daneben steht die neue Dreifeld-Sporthalle der Schule. „Diese kann sogar als Wettkampfhalle genutzt werden. Hauptsächlich soll sie den Volleyballern des VC Dresden als Trainingsstandort dienen. Aber auch Spiele bis hin in die zweite Bundesliga wären möglich“, erklärt Lehmann.

Für bis zu 960 Schüler ist in dem Neubau Platz. Im Herbst beginnt noch die Sanierung des Altbaus an der Gret-Palucca-Straße, so dass ab dem Sommer 2016 bis zu 1300 Schüler in diesem Gymnasium lernen können. Damit wäre die „Bürgerwiese“ eines der größten Gymnasien der Stadt. Mehr als 26 Millionen Euro investiert die Stadt, mit knapp sieben Millionen Euro fördert der Freistaat Sachsen die Neubauten.

Ebenfalls „seine Finger im Spiel“ hat der Freistaat bei dem Neubau der Dreifeld-Sporthalle am Bertolt-Brecht-Gymnasium. Dafür erhielt Bürgermeister Lehmann gestern von Staatssekretär Herbert Wolff einen Fördermittelbescheid über 1,8 Millionen Euro (Kosten insgesamt: 5,4 Millionen Euro). Doch auch wenn ein Teil des Geldes offiziell erst gestern kam, haben die Arbeiten bereits im Juni begonnen. Die Baugrube ist ausgehoben, bis zum Winter soll der Rohbau – wenn möglich samt Dach – stehen. Das Untergeschoss der neuen Sporthalle soll vollständig im Erdboden „versinken“. Dort befinden sich künftig auch die drei Hallenfelder, die Sanitärbereiche und Umkleideräume. Die Tribüne für bis zu 200 Besucher wird vom Erdgeschoss aus zugängig sein. Nach der schulischen Nutzung steht die Halle ebenfalls dem Vereins- und Freizeitsport zur Verfügung.

Nadine Steinmann

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