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Dresdner Zooschule stößt an ihre Grenzen: Viele Schulen bekommen keine Termine mehr

Dresdner Zooschule stößt an ihre Grenzen: Viele Schulen bekommen keine Termine mehr

Außerschulische Lernorte gibt es in Sachsen zahlreiche, aber einen wie die Zooschule in Dresden nur noch in Leipzig und Chemnitz. Das Besondere an diesen Schulen: Die Kinder können dem drögen Klassenzimmer einmal im Jahr den Rücken kehren und stattdessen Unterricht zwischen Affen, Flamingos und Schlangen erleben.

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Quelle: Nadine Steinmann

Theorie und Praxis sind an diesem Tag so eng verknüpft wie sonst nie. „Genau deshalb ist die Dresdner Zooschule auch so wichtig.

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Eindrücke aus der Dresdner Zooschule

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Nicht nur für den Biologieunterricht, sondern für alle naturwissenschaftlichen Fächer“, erklärte Kulturministerin Brunhild Kurth bei einem Besuch des speziellen Lernortes. Anlass für ihr Kommen: Sie wollte sich einen Überblick über die Situation und die Auslastung der Schule verschaffen. Dabei traf Kurth auch gleich zahlreiche Schüler der fünften Klasse vom Gymnasium Bürgerwiese, die der Ministerin fleißig erklärten, was sie bereits gelernt haben.

Die Dresdner Zooschule wurde als eine der ersten in Deutschland 1969 gegründet. Pro Jahr besuchen rund 15.000 Schüler aus Dresden und den umliegenden Landkreisen die Schule im Zoo. Hier lernen Grund-, Förder- und Oberschüler sowie Gymnasiasten mit allen Sinnen, die Natur zu erforschen. Dafür gibt es neben Unterrichtsräumen ein Tierzimmer, zooschuleigene Tiere und den gesamten Zoo als Exkursionsgebiet. Für den lebendigen und anschaulichen Unterricht im Zoo stellt die Kultusverwaltung extra drei Lehrinnen zur Verfügung, die statt an ihren Schulen im Zoo unterrichten. Doch die drei Damen stoßen längst an ihre Grenzen.

„Alle 68 Grundschulen fragen nach Terminen bei mir. Die Hälfte der Anfragen muss ich zurückweisen, weil ich es terminlich nicht schaffe“, erklärt Kerstin Werlich, die seit 19 Jahren in der Schule arbeitet. Ihre beiden Kolleginnen Birgit Galiläer und Margitta Wallitzer, die für die Betreuung der Gymnasien zuständig sind, können zwar mehr Termine abdecken, müssen aber auch einem Drittel der Schulen absagen. „Wir bräuchten vor allem jemanden, der sich den Förderschulen widmet, weil diese Kinder doch eine speziellere Betreuung brauchen“, meint Kerstin Werlich.

Diesem Hilferuf will sich nun auch die sächsische Kultusministerin annehmen und versucht für das kommende Jahr eine weitere Lehrerin für die Zooschule abzustellen. Ob dies aufgrund des Lehrermangels allerdings möglich ist, kann Kurth derzeit noch nicht versprechen.

Nadine Steinmann

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