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Dresdner Volkshochschule zieht ins Zentrum

Neuer Standort Dresdner Volkshochschule zieht ins Zentrum

Nach langer Suche hat die Stadtverwaltung für die Volkshochschule Dresden ein neues Gebäude gefunden. Ein unterschriftsreifer Mietvertrag liegt vor. Der Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften soll noch vor der Sommerpause entscheiden. Neues Ziel ist das Gebäude in der Annenstraße 10.

In der Annenstraße 10 soll künftig die Volkshochschule residieren.

Quelle: D. Flechtner

Dresden. Nach langer Suche hat die Stadtverwaltung für die Volkshochschule Dresden ein neues Gebäude gefunden. Ein unterschriftsreifer Mietvertrag liegt vor. Der Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften soll noch vor der Sommerpause entscheiden. Nach den Plänen von Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) zieht die Bildungseinrichtung in das Gebäude in der Annenstraße 10, in dem früher die Deutsche Post untergebracht war. Ab Oktober soll die Volkshochschule ihr neues Hauptgebäude nutzen können.

Die Bildungseinrichtung ist gegenwärtig noch in einem kommunalen Schulgebäude am Schilfweg in Seidnitz untergebracht. Doch das Gebäude weist gravierende Brandschutzmängel auf. Es muss Ende 2016 geschlossen werden, wenn nichts passiert. Das Bauaufsichtsamt hatte bereits im vergangenen Jahr eine Nutzungsuntersagung angedroht.

Für die Brandschutzsanierung hätte die Volkshochschule aus dem Gebäude ausziehen müssen. Da der Standort in Seidnitz für einen Anbieter von Bildung suboptimal ist, gibt es schon seit längerem Bestrebungen, die Volkshochschule ins Zentrum umzusiedeln. Im November 2015 startete die Verwaltung eine Ausschreibung. Unter 13 Angeboten setzte sich das Gebäude in der Annenstraße 10 durch, heißt es in der Vorlage für den Finanzausschuss.

Die Volkshochschule kann in dem Gebäude rund 5225 Quadratmeter Fläche nutzen und muss eine Jahreswarmmiete von 648 000 Euro zahlen. Dabei soll der Bildungsträger 200 000 Euro aus seinem eigenen Budget tragen und von der Stadt 448 000 Euro aus Mitteln der kommunalen Kulturraumförderung zur Verfügung. Für den städtischen Mietanteil von Oktober bis Dezember in diesem Jahr in Höhe von 112 000 Euro will Vorjohann Überschüsse verwenden.

Ein zentrumsnahes Gebäude für die Volkshochschule war Inhalt des neuen Kooperationsvertrags der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit. Entsprechend groß war die Freude. „Ich freue mich total und halte den Standort für ausgesprochen geeignet“, erklärte Christiane Filius-Jehne, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Die Annenstraße sei sowohl mit dem Öffentlichen Personennahverkehr als auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen, es gebe aber auch Parkplätze in einer Tiefgarage. „Wir glauben, dass die Volkshochschule dort ihren gewachsenen und wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben sehr gut nachkommen wird“, so Filius-Jehne.

„Wir sind überzeugt von dieser Lösung“, erklärte Dana Frohwieser, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Das Gebäude könne ohne größeren Umbauaufwand bezogen werden und sei barrierefrei. „Es stehen auch Kapazitäten für eine Erweiterung zur Verfügung. Wir sind rundum zufrieden“

Das Schulgebäude am Schilfweg soll saniert und als Bauauslagerungsobjekt genutzt werden. In Seidnitz können eine vierzügige Grundschule oder eine dreizügige Oberschule untergebracht werden. Die Stadt plant eine Teilsanierung des Gebäudes. Danach soll die 44. Grundschule einziehen, die wegen einem fehlenden Auslagerungsobjekt nicht wie geplant ab Februar 2017 saniert und erweitert werden kann.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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