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Dresdner Schüler erhalten Geschichtspreis des Bundespräsidenten

Auszeichnung Dresdner Schüler erhalten Geschichtspreis des Bundespräsidenten

Dresdner Schüler sind beim 24. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet worden. Für ihre Arbeiten zum Thema „Anders sein. Außenseiter in der Geschichte“ erhielten Fünft- und Sechstklässler der Jencke-Schule, des Erlwein-Gymnasiums und des Gymnasiums Plauen Preise.

Quelle: dpa

Dresden/Berlin. Rund 40 Dresdner Schüler sind am Dienstag beim 24. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet worden. Für ihre Arbeiten zum Thema „Anders sein. Außenseiter in der Geschichte“ erhielten Fünft- und Sechstklässler der Johann-Friedrich-Jencke-Schule und des Hans-Erlwein-Gymnasiums Dresden einen zweiten Preis, Schüler des Gymnasiums Dresden-Plauen belegten den dritten Platz.

Die 31 Schüler der Jencke-Schule für Hörgeschädigte und des Erlwein-Gymnasiums haben gemeinsam einen Film gedreht, in dem sie darstellen, wie sich die schulischen Bedingungen für hörgeschädigte Kinder ab 1770 verändert haben. Dazu interviewten sie Zeitzeugen und Experten, besuchten historische Orte und werteten Schriftquellen aus. Die jungen Geschichtsforscher produzierten ihren Film in zwei Fassungen: für hörende und für gehörlose Menschen. „Das Gemeinschaftsprojekt stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass die Unterschiede in der tatsächlichen Begegnung miteinander kaum noch eine Rolle spielen”, teilte das sächsische Kultusministerium mit. Der zweite Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Über einen mit 500 Euro dotierten dritten Preis können sich elf Sechstklässler des Gymnasiums Dresden-Plauen freuen. Sie erstellten eine anschauliche Broschüre, in der sie die Anfänge des heutigen Dixielandfestivals näher beleuchten. Im Jahr 1971 hatten einige Musikliebhaber das Oldtimer Jazz-Festival gegründet und damit westlicher Musik und Lebenskultur eine Plattform geboten – trotz der Hürden, die ihnen das SED-Regime in den Weg stellte. Damit prägten die Gründer eine ganze Stadt. Die Gymnasiasten hatten mit einigen der Beteiligten gesprochen und auch Fachleute interviewt.

Insgesamt haben sich mehr als 5.000 Schüler mit rund 1.600 Beiträgen am 24. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten beteiligt. Allein in Sachsen nahmen 272 Schüler mit 86 Beiträgen teil. Rund 90 Prozent aller Schüler wählten Beispiele, bei denen es um Stigmatisierung oder Verfolgung aufgrund des „Andersseins“ ging. Insgesamt gab es auf Bundesebene fünf erste Preise (je 2.000 Euro), 15 zweite und 30 dritte Preise. Dritte Preise gingen unter anderem an drei Schülerinnen der 10. Klasse des Immanuel-Kant-Gymnasiums Leipzig sowie an die Zwölftklässlerin Anna Ebert des Gymnasiums St. Augustin zu Grimma.

Den Geschichtswettbewerb gibt es seit 42 Jahren. Er ist der größte historische Forschungswettbewerb für Jugendliche in Deutschland. Ausrichterin ist die Körber-Stiftung in Hamburg.

ttr

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Zusammengewachsen durch ihr Projekt: die Schüler Tobias, Jonas, Tommy (hinten, v.l.), Clemens, Sophie, Yasmin und Hanna (vorn, v.l.). Alle zeigen eine Gebärde, die für das gemeinsame Video wichtig war.

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