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Dresdner Oberschüler vertritt Sachsen beim bundesweiten Wettbewerb in Berlin

Dresdner Oberschüler vertritt Sachsen beim bundesweiten Wettbewerb in Berlin

Drei Minuten lang vorlesen. Eine kurze Jury-Pause. Dann das Buch wechseln und noch ein mal zwei Minuten. Vincent Koch ist Schüler der Hoga-Oberschule und war die Dresdner Vertretung beim diesjährigen Vorlesewettbewerb.

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Hat den sachsenweiten Vorlesewettbewerb gewonnen: Vincent Koch aus der Dresdner Hoga-Oberschule.

Quelle: Joachim Thoß

"Bei dem unbe­kannten Text hast du gepunktet", raunt ihm seine Mutter zu, als sie gemeinsam auf die Verkündung des Ergebnisses warten. Und dann kommt die Ansage: Der Sieger des Sachsen-Ausscheids ist Vincent aus Dresden! "Ich war ziemlich über­rascht, dass ich gewonnen hatte", sagt der Zwölfjährige. "Der Wettbewerb war dieses Mal schwierig, und die anderen sind sehr gut gewesen." Trotzdem: Er hat sich für die nächste Stufe qualifiziert und wird Sachsen am 2. Juli beim Bundeswettbewerb in Berlin vertreten.

Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jährlich vom Börsenverein des Deut­schen Buchhandels organisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundes­präsidenten. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 600 000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen aus ganz Deutschland daran.

Trifft man auf Vincent, wirkt er eher ru­hig und zurückhaltend, aber bekommt er ein Buch in die Hand, ist er nicht mehr zu stoppen. Wer sich mit ihm unterhält, merkt, warum ihm das Vorlesen so gut liegt: Er spricht ruhig und sehr deutlich - anders als viele Jungen in seinem Alter, denen vor allem der Inhalt des Gesagten wichtig ist und nicht, wie er rüber gebracht wird. Viel­leicht liegt das an seiner Liebe zur Büh­ne: "Ich gehe gern ins Theater", erzählt er. "Und ich habe selbst auch schon ein paarmal gespielt. Auf der Bühne ist es ja genauso wichtig, dass man verstan­den wird wie beim Vorlesen."

Doch zu einem guten Vorleser gehört natürlich auch das passende Buch. Im Wettbewerb sollten zwei Texte aus ver­schiedenen Büchern vorgelesen werden.Die Schwierigkeit: Eins davon bekamen die Teilnehmer erst beim Wettbewerb. Mit seinem aktuellen Lieblingsbuch "Wun­der" von Raquel J. Palacio bewaffnet, ging es für ihn in den landeswei­ten Wettbewerb in der Nicolaikirche in Auerbach. Doch um bis dahin zu kommen, musste er sich zunächst gegen seine Konkurrenten in der Schule und dann gegen die Dresdner Mitstreiter durchsetzen.

Und worauf sollten nun künftige Teil­nehmer der Vorlesewettbewerbe ach­ten? "Ich versuche vor allem, mich auf den Text zu konzentrieren und nicht in Gedanken irgendwo anders zu sein", erklärt Vincent. "Aber man muss auch auf die Ausspra­che, die Lautstärke und die Betonung achten, und das Lesetempo sollte weder zu langsam noch zu schnell sein." Gut, aber was macht man mit einem Text, den man noch nie zuvor gesehen hat? Auch darauf hat Vincent eine schlaue Antwort: "Wenn ich ein neues Buch anfange zu lesen, kenne ich es ja auch noch nicht. Man muss also einfach nur das, was man ,im Kopf liest', laut ausspre­chen."

Auch wenn sich das so leicht anhört, ganz un­talentiert sollte man trotzdem nicht sein. Vincent selbst übt nach eigenem Bekunden ganz selten zu Hause und wenn doch, dann nur für den Wettbewerb.

Auf die nächste Stufe im Vorlesewettbewerb - das große Finale in Berlin mit 16 Teilnehmern - ist er schon sehr ge­spannt. Eine Mitschülerin hat ihm bereits erzählt, was auf ihn zukommt: Es wird wieder unbekannte Bücher und diesmal auch "Lesepa­ten" geben, die mit den Schülern die Texte üben. Drücken wir Vincent also die Daumen für den 2. Juli!

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2014

Emma Miesler

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