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Dresdner Naturschützerin macht sich auf die Reise nach Indien

Dresdner Naturschützerin macht sich auf die Reise nach Indien

Isabel Daum ist 22 Jahre alt und studiert in Dresden Internationale Beziehungen. Am 3. Oktober fliegt sie für drei Wochen nach Indien, denn sie ist Teil des GYBN (Global Youth Biodiversity Network).

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Isabel Daum studiert in Dresden Internationale Beziehungen.

Das ist ein globales Jugendnetzwerk, das junge Menschen und Jugendorganisationen aus der ganzen Welt durch ein gemeinsames Ziel vereint: den irreversiblen Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. Infolge des menschlichen Handelns sind viele Ökosysteme und Arten bedroht. Alle 20 Minuten stirbt eine Spezies aus, für immer. DNN-Mitarbeiterin

Lena Kuttig

sprach mit der jungen Studentin.

Wohin geht es in Indien und warum?

Die Reise geht nach Hyderabad, der Hauptstadt des Bundesstaates Andhra Pradesh. Dort findet die 11. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt statt.

Wie haben Sie sich auf Indien vorbereitet?

Es gab bereits ein Vorbereitungswochenende mit der deutschen Jugenddelegation im Juni in Bonn, bei welchem wir sowohl inhaltliche Workshops zu den Themen, die auf der Vertragsstaatenkonferenz verhandelt werden, hatten, als auch Länderinfos bekommen haben. Ein zweites Wochenende hatten wir Mitte September auf der Ostsee-Insel Vilm. Insgesamt umfasst die deutsche Jugenddelegation sieben Jugendliche. Ich war bereits neun Monate in Indien. Nach dem Abitur habe ich 2009/10 einen Freiwilligendienst in einem Friedensprojekt für neun Monate dort gemacht.

Wird die Reise bezahlt?

Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Projekt der NAJU (Naturschutzjugend) - welche die deutsche Jugenddelegation vorbereitet, entsendet und die GYBN-"Kick-off"-Jugendkonferenz vor ein paar Wochen in Berlin organisiert hat - aus Mitteln des Bundesumweltministeriums. Die NAJU hat auch die Unterkunft in einem Hotel in Nähe des Konferenzzentrums organisiert.#

Was können Jugendliche bei der Konferenz genau tun?

Anwesende Mitglieder des Netzwerks bilden Untergruppen zu Themen, die auf der Agenda der Vertragsstaatenkonferenz stehen; sie versuchen sie aus einer Jugendperspektive zu beleuchten und ihre Staaten zu überzeugen, dass es wichtig ist diese zu beachten. Auch gibt es eine Aktionsgruppe, die nach außen zeigen will, dass die Jugend an dem Prozess beteiligt ist.

Wie sind Sie für die Indienreise als Jugenddelegierte ausgewählt worden? Gab es mehr Bewerber als Plätze?

Es gab etwa 500 Bewerber für das gesamte Projekt, einschließlich der internationalen Bewerber für die 35 Teilnehmerplätze der "Kick-off" Jugendkonferenz. Ein Bewerbungsbogen musste online auf Englisch ausgefüllt werden. Darin musste man Fragen dazu beantworten, wie man sich bisher für den Schutz der biologischen Vielfalt eingesetzt hat und was man Neues zu dem Projekt beitragen kann. Englische Sprachkenntnisse sind wichtig, da auf internationaler Ebene dies die Kommunikationssprache ist.

Warum setzen Sie sich ausgerechnet für Biodiversität ein?

Die Vielfalt des Lebens auf der Erde macht unseren Planeten bewohnbar und schön und versorgt uns mit Energie, Medikamenten, Lebensmitteln, Rohstoffen, Luft und Wasser, das die Wirtschaft antreibt und uns das Leben ermöglicht. Verlieren wir diese Vielfalt, bedeutet dies eine Bedrohung für uns und zukünftige Generationen.

Was sind Ihre weiteren Ziele? Privat und in Bezug auf Ihre Projekte?

Persönlich möchte ich nach dem Bachelor im nächsten Sommer mit einem Master in dem Studiengang Völkerrecht weiter machen. Für das Netzwerk erhoffe ich mir, dass es erste Erfolge in Indien geben wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2012

Lena Kuttig

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