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Dresdner Lehrbeauftragte demonstrieren an Musikhochschule für bessere Bedingungen und faire Löhne

Dresdner Lehrbeauftragte demonstrieren an Musikhochschule für bessere Bedingungen und faire Löhne

Für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne haben am Donnerstag rund 40 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik in Dresden demonstriert.

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Quelle: Julia Vollmer

„Wir Lehrbeauftragte sind für 45 Prozent des Unterrichts an der Hochschule verantwortlich, das ist schon lange keine Ergänzung zur Lehre mehr. Wir halten den Betrieb aufrecht“, so die Demonstranten. Momentan würden die Lehrkräfte zwischen 20 und 30 Euro pro Stunde verdienen, viel zu wenig für einen Freiberufler, der noch alle Abgaben selbst zahlen muss.

 Annekathrin Klepsch, Hochschulpolitische Sprecherin der Linken erklärte dazu: „Obwohl der Status der TU als Exzellenzuniversität mit einem erheblichen Finanzierungszuschuss verbunden ist, bietet sie den Lehrbeauftragten alles andere als exzellente Arbeitsbedingungen.“ Die Lehrbeauftragte würden nur einen Bruchteil der Vergütung ihrer fest angestellten Kollegen bekommen und sind arbeitsrechtlich in keiner Weise abgesichert, so Klepsch. Ein sächsischer Lehrbeauftragter rangiert mit 15,20 Euro pro Stunde in der niedrigsten Einstufung, seine Kollegen in Berlin oder Sachsen-Anhalt bekommen hingegen 21,40 Euro. Zudem gefährdet die Struktur der meist kurzfristigen Lehraufträge die Kontinuität der Lehre, sagte die Abgeordnete weiter. Deutschlandweit waren alle Lehrbeauftragte an Hochschulen zu einem Aktionstag gegen unsichere Jobs und sinkende Honorare aufgerufen. „Die finanzielle, rechtliche und soziale Lage der Lehrbeauftragten muss sich endlich verbessern.

Mit ihren Aktionen wollen die Betroffenen die Politik und die Hochschulen zum Handeln bewegen“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung e.V. (DOV). In einer gemeinsamen Resolution, die am Aktionstag bundesweit verbreitet wird, fordern die Lehrbeauftragten die Schaffung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse, die Anpassung der Stundensätze für Lehrbeauftragte an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst sowie mehr Wahl- und Mitbestimmungsrechte.

Darüber hinaus muss die Grundfinanzierung der Hochschulen entsprechend aufgestockt werden. Zum bundesweiten Aktionstag am 6. November hatten die DOV und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gemeinsam mit den Bundeskonferenzen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen und der Sprachlehrbeauftragten an Hochschulen aufgerufen.

jv

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