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Dresdner Abiturienten starten in Prüfungszeit

Dresdner Abiturienten starten in Prüfungszeit

An diesem Dienstag beginnen in Sachsen mit dem Fach Deutsch die diesjährigen Abiturprüfungen. Allein in Dresden brüten 1050 Schüler über ihren Klausuren, etwa 50 mehr als vor einem Jahr. Abiturienten im Leistungskurs stehen fünf Stunden Bearbeitungszeit zur Verfügung, im Grundkurs eine Stunde weniger.

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Abiturienten bei der Prüfung in Dresden. (Archiv)

Quelle: dpa

Neben der Prüfung von Grundwissen haben die Abiaufgaben vor allem anwendungs- und problemorientierten Charakter.An den beiden folgenden Tagen geht der Prüfungsmarathon mit den Fremdsprachen weiter. Zunächst steht am Mittwoch eine Leistungsfachprüfung in den neuen Fremdsprachen auf dem Plan, zu denen in Dresden Französisch, Englisch, Russisch und Spanisch zählen.

"Das passiert in Form einer praktischen Gruppenprüfung, bei der mehrere Schüler über ein gewisses Thema miteinander kommunizieren müssen", weiß Katrin Reis, Sprecherin der Regionalstelle Dresden der Sächsischen Bildungsagentur. Am Donnerstag folgen dann die schriftlichen Prüfungen in diesen Fächern. Der Freitag ist dann der große Tag der Leistungskurse Kunst, Musik und Sport. Während der Prüfungen herrscht an den Schulen oft eine ganz spezielle Stimmung.

Dazu gehören nicht nur die abgetrennten, nur für Lehrer und Prüflinge zugänglichen Bereiche in manchem Schulhaus und die Schilder, auf denen um absolute Ruhe gebeten wird. Auch menschlich gesehen ändert sich etwas. Stefan Schäfer, Schulleiter des St.-Benno-Gymnasiums, stellt von Jahr zu Jahr aufs Neue fest, dass Schüler und Lehrer in der Abizeit auf ganz besondere Weise zusammenwachsen. Das sei zwar ein wichtiges Ziel an der Schule, im Alltagsgeschäft merke man jedoch manchmal wenig davon. "Die Lehrer interessieren sich während der Abizeit viel mehr und ernsthafter für den Einzelnen", freut sich Schäfer.

Im Gymnasium Plauen erhalten die 78 diesjährigen Abiturienten am Morgen vor den Prüfungen einen besonderen Gruß. Dann empfängt sie ein großer Blumenstrauß mit einem positiven Spruch und Erfolgswünschen. "Das ist bei uns gute Tradition", berichtet Schulleiter Uwe Hofmann. Insgesamt legen die Abiturienten fünf Prüfungen ab. Drei davon – beide Leistungskursfächer und ein Grundkursfach – sind in schriftlicher Form zu absolvieren, die beiden anderen mündlich.

Als fünftes Prüfungsfach ist auch das Einbringen einer Besonderen Lernleistung möglich. Um die Chancengleichheit für alle Teilnehmer zu wahren, finden die Fachprüfungen im gesamten Freistaat jeweils zeitgleich und mit identischen Aufgaben statt. Die kommende Woche beginnt mit Physik am Montag und Geschichte am Dienstag, bevor dann am Mittwoch mit dem Mathe-Abi noch mal ein großer Knaller auf alle Prüflinge zukommt. Mit dem eher seltenen Hebraicum bzw. Latinum am Donnerstag, dem 25. April, sowie dem Chemie-Abi einen weiteren Tag später wäre dann auch die zweite Woche geschafft.

Danach folgen noch Geographie und Gemeinschaftskunde am 29. April sowie Biologie am 30. April. Den Abschluss der schriftlichen Prüfungen bilden einige Exoten, die nur an wenigen Schulen im Programm sind: das Graecum, bei dem es am 6. Mai ausreichende Kenntnisse in altgriechischer Sprache nachzuweisen gilt, sowie die Fächer Evangelische bzw. Katholische Religion am 7. Mai.

Letztere bietet auch das Dresdner St.-Benno-Gymnasium als Leistungskurs an. "Das ist immer ein bisschen problematisch, weil die Arbeiten immer innerhalb von einer Woche korrigiert sein müssen", berichtet "Benno"-Schulleiter Stefan Schäfer. Denn direkt anschließend gehen sie schon in die Zweitkorrektur. Dann läuft auch schon die Zeit der Nachschreibetermine und der mündlichen Prüfungen an. Sie erfolgen vom 13. Mai bis zum 5. Juni. In der Zeit vom 28. Juni bis zum 7. Juli richten die Schulen dann ihre feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse aus, die den Abiturienten die allgemeine Hochschulreife bestätigen. Auf dem einen oder anderen Zeugnis wird dann vielleicht sogar die 1,0 stehen.

Auch am St.-Benno-Gymnasium ist man guter Dinge, dass einige Schüler diese Traumnote erreichen. "Das ist aber kein Muss, denn dazu ist immer auch ein bisschen Glück in den Prüfungen nötig", weiß Schulleiter Schäfer, der in seinen 102 Zwölftklässlern "einen guten Jahrgang" sieht. Das oberste Ziel lautet aber, dass sämtliche Kandidaten bestehen. "Wir wollen natürlich allen Teilnehmern, die sich jahrelang dafür engagiert haben, auch den Abschluss ermöglichen", sagt Schäfers Plauener Kollege Uwe Hofmann, "aber letztendlich müssen die Schüler selbst ihre Leistung bringen." Diesen Dienstag wird es damit nun ernst.

Stefan Schramm

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